24.05.2017

Ausschluss und Punktabzug

Der SV Rot-Schwarz Neubrück wurde rückwirkend zum 11.05. vom Spielbetrieb der Bezirksliga 1 ausgeschlossen. Darüber hinaus werden dem Verein in der kommenden Saison sechs Punkte abgezogen.

Grund für diese drastische Maßnahme ist der Einsatz nicht spielberechtigter Akteure unter falschem Namen (RHEINFUSSBALL berichtete). Alle abgesetzten Partien ab dem Stichdatum 11. Mai werden mit 2:0 für den jeweiligen Gegner gewertet. Davon betroffen sind dementsprechend Eintracht Hohkeppel, der Heiligenhauser SV, Viktoria Köln II und Borussia Lindenthal-Hohenlind.

Die zuvor bereits absolvierten Partien gegen die SpVg Porz und den SV Westhoven-Ensen werden ebenfalls für den Gegner gewertet. Porz und Westhoven hatten ihre Begegnungen gegen Neubrück verloren, erhalten nun aber am grünen Tisch drei Punkte.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der sportliche Leiter des SV Westhoven-Ensen, Christian Vonthron. Dieser erhielt bei der Partie am 30. April kurz nach Spielbeginn von einem Bekannten die Information, dass die Rot-Schwarzen mit drei woanders gemeldeten Spielern auf dem Platz stehen würden und forderte daraufhin den Schiedsrichter auf, die Spielerpässe mit den Personalausweisen abzugleichen. Da die Spieler sich weder vor Ort, noch später in der Verhandlung ausweisen konnten, fiel nun dieses drastische Urteil. Vor der Spruchkammer war auch aufgefallen, dass in insgesamt sieben Spielerpässen die Lichtbilder fehlten.

Der Verein will gegen das harte Urteil in Berufung gehen. Die Spruchkammer rät davon allerdings ab, da die Chancen auf eine andere Bewertung des Falls als gering bis aussichtlos eingeschätzt werden und nur weitere Zusatzkosten auf Neubrück hinzu kämen. Schon jetzt muss der Club die kompletten Verfahrenskosten tragen.

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