22.12.2018

Bescherung durch Eberwein und Hartmann

2:0 in Münster - Fortuna siegt erstmalig mit Trainer Tomasz Kaczmarek

Grund zur Freude: Tomasz Kaczmarek gewinnt mit Fortuna sein erstes Spiel als Trainer. Foto: Augstein

Der Bann ist gebrochen. Zwei Tage vor Heiligabend hat sich die Fortuna am Samstag im Preußenstadion selbst beschert. Dank eines frühen Treffers von Michael Eberwein und eines Tores von Moritz Hartmann in der Nachspielzeit siegten die Südstädter vor 5.384 Zuschauern mit 2:0 in Münster. Damit überwintert die Mannschaft von Tomasz Kaczmarek in der 3. Liga auf einem Nichtabstiegsplatz. Für den Trainer war es im siebten Anlauf der erste Dreier mit den Kölnern. 

„Das freut mich für unheimlich für alle. Der Sieg ist wichtig für die Jungs und den Verein. Jetzt gehen wir mit einem guten Gefühl in die Weihnachtstage. Das haben wir uns auch in den letzten drei, vier Spielen verdient. Es gab keine Unruhe. Wir konnten in den letzten Wochen in Ruhe arbeiten. Wir haben extrem gut verteidigt. Wir haben uns endlich mal belohnt“, sagte der Trainer.


Tomasz Kaczmarek hatte ohne die gelb-gesperrten Dominik Ernst und Steven Ruprecht durchaus ein paar Überraschungen in seiner Startelf parat. Okan Kurt blieb nach seinem Treffer und einer tadellosen Leistung in Großaspach in der ersten Formation. Maik Kegel schmorte ebenso auf der Bank wie Kristoffer Andersen und Moritz Hartmann. Die defensiven Außenbahnen besetzten Alem Koljic und Sebastian Schiek. 
 
Die Fortuna ging mit der ersten Chance in Führung. Benjamin Pintol flankte unbedrängt von der rechten Seite und in der Mitte köpfte Michael Eberwein den Ball aus fünf Metern zum 0:1 (5.) ins Netz. Es war der zweite Saisontreffer des Offensivspielers. Ein in den letzten Wochen für die Kölner und vor allem ihren Trainer ungewohntes Gefühl. Im siebten Spiel unter Tomasz Kaczmarek waren die Südstädter zum ersten Mal in Front. Und beinahe hätten sie diesen Vorsprung kurze Zeit später gar ausgebaut. Hamdi Dahmani zog aus 16 Metern ab, der abgefälschte Schuss des Kapitäns prallte an die Latte und danach vor die Füße von Pintol, der aber aus zehn Metern über das Tor schoss (20.). Münster wirkte ideen- und planlos und hatte in den ersten 45 Minuten gegen eine gut gestaffelte Kölner Abwehr keine nennenswerte Torchance zu verzeichnen.

Vier Minuten nach der Pause gab es dann eine Schrecksekunde für die Fortuna. Nach einer Ecke zog Kobylanski von der Strafraumgrenze aus ab und traf die Oberkante der Latte. Viel mehr brachten die Preußen aber auch im zweiten Spielabschnitt offensiv nicht zustande. Nach 65 Minuten kam dann Kegel für Kurt bei den Kölnern. Fünf Minuten später musste Torhüter Nicolai Rehnen nach einer Rettungstat gegen Dadashov aufgrund einer blutenden Platzwunde am Kopf kurz behandelt werden. Mit Verband konnte er die Partie aber zu Ende spielen. Dahmani hatte sieben Minuten vor dem Abpfiff die Entscheidung auf dem Fuß. Nach einer Flanke von Schiek über rechts zögerte der Kapitän aus acht Metern zu lange. Mit dem schwachen Schuss hatte Münsters Keeper Schulze-Niehuis keine Mühe. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf dann ein Joker. Der gerade erst eingewechselte Moritz Hartmann schoss den Ball mit rechts aus 14 Metern flach in die kurze Ecke zum 0:2. 

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe