27.04.2017

„Das kann noch eklig werden“

Fortuna muss am Freitag zu Hause gegen Paderborn punkten

Trainer Uwe Koschinat (l.) instruiert Michael Kessel vor seiner Einwechslung. Foto: Fortuna

Schlüsselspiel, Showdown, Finale, wegweisende Partie, es gäbe viele Begrifflichkeiten, um die Drittliga-Begegnung der Fortuna am Freitag (19 Uhr) zu Hause gegen den SC Paderborn zu betiteln. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, bringt es Uwe Koschinat auf den Punkt.

Der Trainer der Kölner weiß, was die Stunde geschlagen hat für sein Team: „Paderborn hat nach unserem 1:2 in Zwickau sicher vor dem Fernseher gesessen, gejubelt und sich gedacht, das ist unsere große Chance nochmal in die Saison zurückzukommen und Fortuna Köln einzuholen. Unser Restprogramm ist eklig und das von Paderborn aus meiner Sicht machbar. Wenn die bei uns einen Dreier holen, haben die noch zwei Heimspiele gegen Mannschaften, die vielleicht nicht unbedingt müssen. Wir sollten jetzt alles daransetzen, die Dinge in unseren eigenen Händen zu behalten. Derzeit schauen wir ständig auf andere Ergebnisse. Das ist keine gute Form von Kampf um den Klassenerhalt.“


Vor allem auswärts präsentierten sich die Südstädter nicht gut. Die Bilanz der Halbzeitstände bei den letzten drei Gastauftritten ist entlarvend. 0:3 in Aalen, 0:4 in Münster, jüngts 0:2 in Zwickau. „Zum wiederholten Male sind wir nach 20, 25 Minuten in Richtung eines Debakels gesteuert“, monierte Koschinat. Das 1:2-Endergbnis täuschte über die wahren Kräfteverhältnisse hinweg. „Aus rein faktischer Sicht habe ich eher ein 1:5 als ein 2:2 gesehen. Der Punkt war nur aufgrund des Ergebnisses im Bereich des Möglichen, nicht aufgrund des Spielverlaufs," räumte Koschinat freimütig ein und fügte hinzu: „Es ist bedenklich wenn uns Gier und Hingabe fehlen, denn wir sind ja keine Mannschaft, die nur mit fußballerischen Fähigkeiten ein Spiel gewinnen kann. Diese negativen Ausreißer sind nicht zu entschuldigen und auch nicht zu dulden.“ 

Sieben Punkte Vorsprung hat die Fortuna noch auf den ersten Abstiegsplatz, diesen hat der SC Paderborn inne. Und der kommt am Freitagabend zum direkten Duell ins Südstadion. Die Gäste wollen den freien Fall mit neuem Trainer verhindern. Noch nie stieg eine Mannschaft im Profi-Fußball in drei Jahren drei Mal ab. Steffen Baumgart sagt worauf es ankommt: „Fußball ist eine Kampfsportart.“ Diesen wird die Fortuna dringend annehmen müssen. Nach dem Flutlichtspiel gegen Paderborn geht es zum Aufstiegskandidaten nach Osnabrück. Dann kommt der Tabellenführer Duisburg und am letzten Spieltag wartet die Reserve des FSV Mainz auf die Kölner.

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe