04.05.2017

„Das wird ein Kampf bis zur letzten Sekunde“

Die Fortuna bangt vor dem Spiel in Osnabrück noch um den Einsatz von Mimbala

In einer vertrackten Situation befindet sich Trainer Uwe Koschinat mit seinem Team. Foto: Fortuna

Die prekäre Lage im Abstiegskampf der 3. Liga hat es notwendig und empfehlenswert gemacht. Bereits am Freitag reist die Fortuna mit dem Bus zum Spiel am Samstag (14 Uhr) beim VfL Osnabrück an. „Das war eigentlich nicht im Budget eingeplant, dass wir dort übernachten. Aber wir wollen alles tun, was notwendig ist, um optimal vorbereitet in die Partie zu gehen“, betont Uwe Koschinat.    

„Sensibel in der Ansprache“ hat der Trainer unter der Woche das bittere 0:1 gegen Paderborn mit seinen Spielern aufbereitet. Das Ergebnis habe nicht zum Verlauf gepasst. Mit der Einstellung sei er grundsätzlich zufrieden gewesen. Auch wenn die Partie nichts für Fußball-Ästheten gewesen sei. Die Mannschaft habe dies ähnlich gesehen. So eine Begegnung verlöre man einmal von hundert. Im Pokal, so Koschinat, habe er dies gegen Viktoria und durch einen Fernschuss-Treffer von Candan schon einmal in dieser Form erlebt. Nichtsdestotrotz sagt der Fußballlehrer: „Auch wenn wir optisch noch einen Vorsprung haben. Wir sind in einer vertrackten Situation. Am Ende einer Saison gibt es immer wahnsinnige Ergebnisse. Ich gehe davon aus, dass wir bis zur letzten Sekunde um den Klassenerhalt kämpfen müssen.“ Aber auch die Gastgeber können alles andere als entspannt in die Partie gehen. Drei Punkte liegt der heimische VfL als Fünfter hinter dem Relegationsplatz: „Die müssen gewinnen, für die gibt es kein spielen auf ein Unentschieden wie für Paderborn zuletzt.“

Ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase ist dem Coach mit Kristoffer Andersen der nächste Eckpfeiler durch einen Kreuzbandriss, der dritte für die Kölner in dieser Saison nach Maurice Exslager und Maik Kegel, weggebrochen. „Der Ausfall von Kris verändert die Statik in unserem Spiel. Kein anderer Spieler im Kader kann seine Rolle ausfüllen.“ Auch für Florian Hörnig ist nach erneuten Atemwegsproblemen die Saison vorzeitig beendet. „Das wäre eigentlich für uns ein All-Star-Team“, unterstreicht Koschinat nicht zu Unrecht. Ob Andersen durch Christopher Theisen ersetzt wird, lässt der Trainer offen. „Es wäre sicher die nahe liegende Möglichkeit.“ Wichtig ist Koschinat in diesem Spiel in punkto Aufstellung vor allem eine gewisse Stabilität im Mannschaftsverbund.

Michael Kessel ist nach muskulären Problemen wieder dabei. Cedric Mimbala war unter der Woche beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgrund eines leichten grippalen Infekts. Hinter dem Einsatz des Innenverteidigers steht noch ein kleines Fragezeichen. Noch keine Alternative steht Kegel dar, auch wenn viele, gerade nach dem Ausfall von Andersen, dessen Rückkehr herbeisehnen. „Maik wäre grundsätzlich sicher bei 18 von 19 anderen Drittligisten ein Stammspieler. Im Training sieht man seine Qualitäten. Aber es fehlt ihm noch an der Geschwindigkeit für den Wettkampf. Da müssen wir von Woche zu Woche schauen.“     

Kommentieren