25.11.2017

Die Fortuna geht an der Ostsee baden

Trotz einer 2:0-Führung nach zwölf Minuten verlieren die Kölner 3:5

Markus Pazurek sah nach einer knappen Stunde in Rostock die Gelb-Rote Karte. Foto: Fortuna

Die Fortuna hat eine 2:0-Führung nach zwölf Minuten am Samstag im Ostseestadion noch verspielt. Am Ende verlor die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat mit 3:5 bei Hansa Rostock. Durch die zweite Niederlage in Folge rutschten die Kölner in der Tabelle der 3. Liga erstmalig seit dem zweiten Spieltag wieder auf Platz vier ab. Beim Stande von 2:2 sah Markus Pazurek nach knapp einer Stunde die Ampelkarte.

Die Fortuna zündete gegen die zweitbeste Abwehr der Liga sogleich den Turbo. Nach 32 Sekunden zappelte der Ball bereits im gegnerischen Netz. Nach einem zu kurz geratenen Rückpass eilte Janis Blaswich aus seinem Kasten, der Rostocker Keeper bekam den Ball aber nicht richtig per Grätsche geklärt. Michael Kessel nutzte den Fauxpas der Hansa-Abwehr und traf flach in die linke Ecke zur Blitz-Führung. Ihn hatte Trainer Uwe Koschinat anstelle von Okan Kurt auf die linke Mittelfeldseite beordert, weil er sich dadurch mehr Durchschlagskraft erhoffte. Und diese Maßnahme ging sofort auf.

Und die Kölner machten weiter. Nach sieben Minuten verlängerte Fabian Holthaus eine Ecke von Maik Kegel unglücklich auf den Kopf von Markus Pazurek. Den Kopfball des Außenverteidigers der Fortuna konnte Blaswich mit einem Hechtsprung und ausgestrecktem Arm gerade noch um den Pfosten lenken. Nach zwölf Minuten bereits das 2:0. Eine Ecke von Kegel von links landete aus dem Getümmel heraus bei Hamdi Dahmani, der den Ball aus fünf Metern hoch im Netz versenkte.

Erst nach 20 Minuten wachte Rostock auf und kam prompt zum Anschlusstreffer. Marcel Hilßner lupfte den Ball über Cedric Mimbala hinweg und kam aus 16 Metern danach mit links frei zum Schuss. Sehenswert traf er in die linke Ecke zum 1:2. Die Fortuna wirkte aber nicht geschockt. Nach einer flachen Hereingabe von Daniel Keita-Ruel traf Kessel von der Strafraumgrenze aus die Oberkante der Latte (23.). Nach einem Zuspiel durch die Mitte schoss Christopher Quiring auf der anderen Seite das vermeintliche 2:2 (26.). Aber der Schiedsrichter entschied auf Abseits, und lag damit falsch. Es war gleiche Höhe. Zwei Minuten später zählte der Treffer von Rostock aber. Erneut wurde Cedric Mimbala im Zweikampf düpiert. Soufian Benyamina schob den Ball aus acht Metern in die lange Ecke zum Ausgleich. Und beide Teams versuchten es munter weiter. Benyamina prüfte Boss (35.). Nico Brandenburger forderte Blaswich heraus (36.). Nach einer torreichen ersten halben Stunde ging es mit einem Remis in die Kabinen.

Auch im zweiten Abschnitt setzten beide Mannschaften ihren Schlagabtausch zunächst fort. Nach 57 Minuten musste dann Markus Pazurek allerdings vom Platz. Der Abwehrspieler hielt den Ex-Kölner Selcuk Alibaz fest und sah dafür die zweite gelbe Karte der Partie. Die Gäste mussten nun also die letzte halbe Stunde des Spiels in Unterzahl bestreiten. Und nur sechs Minuten später hatte Hansa die Partie gedreht. Ein Freistoß von Hilßner von links flog an Mann und Maus vorbei ins Netz zum 3:2. Und es kam noch schlimmer für die Kölner. Nach einem starken Pass von Holthaus in die Mitte war Hilßner durchgebrochen, der legte uneigennützig quer zu Alibaz und der hatte keine Mühe nur eine Minute später das 4:2 zu erzielen. Nach einem Zusammenprall musste Kessel am Knie verletzt raus, für ihn kam Christopher Theisen (70.).

Aus dem Nichts dann der Anschlusstreffer für die Fortuna. Nach einer Flanke von Dominik Ernst schoss Dahmani den Ball aus 16 Metern flach zum 3:4 ins Tor. Es war der siebte Saisontreffer des Kapitäns. Die Hoffnung auf das Comeback in diesem Spiel hielt aber nur fünf Minuten. Dann verlor der völlig indisponierte Mimbala gegen den Rostocker Scherff erneut den Ball. Der überragende Hilßner schoss den Ball aus 16 Metern zum 5:3 in die Maschen.  

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