08.12.2018

Die unendliche Nullnummer

Kegel fliegt gegen 1860 vom Platz – Scheu und Exslager suspendiert

Maik Kegel (Mitte) sah in der 54. Minute gegen 1860 München die Gelb-Rote Karte. Foto: Fortuna

Vor 6560 Zuschauern überzeugte die Fortuna am Samstag im Südstadion beim 0:0 zu Hause gegen den TSV 1860 München zumindest kämpferisch. Nachdem Maik Kegel in der 54. Minute Gelb-Rot sah, stemmten sich die Hausherren vehement gegen die Niederlage. Das war lobenswert. Dennoch hat Tomasz Kaczmarek weiter einige Baustellen auf und abseits des Platzes zu bearbeiten. Spielerisch war Schmalhans Küchenmeister. Die größte Misere ist die nach wie vor anhaltende Torflaute. Inklusive Pokal sind die Kölner unter ihrem neuen Trainer seit 570 Minuten ohne eigenen Treffer. Eine scheinbar unendliche Nullnummer.    

„Unser Zusammenhalt und unsere Solidarität sind getestet worden. Den Test haben wir bestanden. Es ist ein guter Punkt. Wir haben gezeigt, dass wir wissen, worum es geht“, befand Kaczmarek, der gegen die Löwen auf ein 3-4-3-System gesetzt hatte. Mit Ruprecht, Uaferro und Fritz in der Dreierkette. Der vierte Innenverteidiger im Kader, Bernard Kyere, fehlte laut Trainer wegen Magen-Darm-Beschwerden. Als „solide“ bezeichnete der Pole später die ersten 45 Minuten. Die größte Gelegenheit hatte 1860-Sturmtank Mölders, der den Ball zwar im Tor unterbrachte, aber der Treffer fand keine Anerkennung, weil er zuvor seinem Gegenspieler Ruprecht in die Hacken gelaufen war (25.).

„Wir werden mit allen Herausforderungen konfrontiert, mit denen man konfrontiert werden kann“, kommentierte Kaczmarek dann die Szene in der 54. Minute als der in Halbzeit eins bereits verwarnte Kegel Gelb-Rot sah. Ausgerechnet an seinem 29. Geburtstag. „Die Gelb-Rote Karte veränderte das Spiel. Danach ging es nur noch darum, sich zu wehren. Das haben die Jungs heute exzellent gemacht. Eine richtige Torchance des Gegners haben wir gar nicht mehr zugelassen. Es ist kein Foul. Maik trifft zuerst den Ball. Du siehst als Schiedsrichter eigentlich auch, wo der Ball hingeht“, sagte Fortunas Coach. Beinahe hätte die Fortuna sogar endlich wieder jubeln können, aber Nico Brandenburger traf den Ball nach einem Fehler von Gäste-Keeper Hiller aus 18 Metern nicht richtig und schoss vorbei (90.).

Beim kommenden Auswärtsspiel in Großaspach muss Kaczmarek nun auf den gesperrten Kegel verzichten. Ob dann auch Robin Scheu und Maurice Exslager wieder zum Kader gehören werden, ist noch offen. Das Duo wurde am Mittwoch suspendiert aufgrund von Undiszipliniertheiten. Kaczmarek zu den Personalien: „Wir werden die Sache intern regeln. Die Mannschaft weiß über den Vorfall Bescheid, mehr gibt es nicht zu sagen.“

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