02.01.2019

Fortuna: Langjähriger Trainer macht sich Sorgen!

Uwe Koschinat äußerte sich im Interview zur aktuellen Situation beim Südstadt-Club und eine mögliche Wachablösung durch die Viktoria.

Bild: Ralph Augstein

Gegenüber dem Kölner EXPRESS sprach der 47-Jährige auch über seinen schnellen Abschied vom Drittligisten und seine bevorstehende Rückkehr mit seinem neuen Verein, Zweitligist SV Sandhausen, zum Rückspiel beim 1. FC Köln im RheinEnergieStadion.    

Mit Blick auf die aktuelle Tabelle der dritten Liga räumte Koschinat gegenüber dem Boulevard-Blatt ein: „Ja, ich mache mir große Sorgen. Der Verein hat mir viel mehr gegeben als ich ihm.Es waren dort meine ersten Schritte als eigenständiger Profi-Trainer“.

Auch ein möglicher Umzug des Vereins in ein anderes Stadion und insbesondere eine Fremdnutzung durch die Viktoria bei einem Aufstieg beschäftigen den langjährigen Trainer offensichtlich: „Das will ich mir nicht vorstellen, dass Fortuna aus der Südstadt herausgerissen wird. Da kriege ich sehr große Wut. Ein Klaus Ulonska hat seinerzeit alles getan, das Stadion drittliga-tauglich zu machen. Und dann sollen heute Leute, die ihn beschimpft haben, sich ins gemachte Nest setzen?  Mich verstört, dass immer, nun im siebten Jahr, von Herrn Wernze und Co. große Ziele angepeilt werden, man aber nicht in der Lage ist, eine Alternative weg vom Südstadion zu finden. Dieser Gedanke, Viktoria im Südstadion, ist unangebracht. Klar ist das ein städtisches Stadion. Aber es ist verdammt nochmal die Heimat der Fortuna allein und die hat es zu bleiben! So wie der Höhenberg zur Viktoria gehört“.

Ohnehin hatte Koschinat ja bereits schon länger eine Wachablösung befürchtet sobald in der gleichen Liga gespielt würde: „Deshalb sagte ich ja damals, dass der Aufstieg von Viktoria eine Katastrophe für die Fortuna wäre. Wenn du wirtschaftlich mit einem Konkurrenten aus der Stadt in der gleichen Liga nicht mithalten kannst, verschieben sich die Wahrnehmungen. Es gäbe ja keinen logischen Grund für die Viktoria, in der 3. Liga zu bleiben bei den Möglichkeiten. Dann gäbe es für gute Drittliga-Spieler keinen Grund mehr, nicht dorthin zu gehen. Die Fortuna weiß, wo sie herkommt“. Die Südstädter seien derweil „ein Weiterbildungsverein und werden nie eine Spitzenmannschaft per se sein. Viktoria dagegen würde den nächsten Schritt machen wollen“.

Ebenfalls sprach der Fußballlehrer mit dem Express über seinen schnellen Wechsel nach Sandhausen ohne ordentliche Verabschiedung: „Der einzige Termin wäre das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden gewesen. Und dann stellen Sie sich vor, ich als Ex-Trainer ließe mich da feiern und ein neuer Trainer, der was beginnen will, muss sich das angucken. Das wollten wir einfach nicht. Und deshalb ist das bis heute nicht zustande gekommen. Es wäre einfach ungebührlich gewesen“.


Dass er bald als SVS-Coach zum Duell beim „großen“ Effzeh antritt, müsse er „dann ausklammern. Das Spiel dürfen wir nicht überschwänglich genießen, dafür sind wir in einer zu schwierigen Situation. Aber klar ist das ein Zeichen für den nächsten Schritt für mich, den ich gegangen bin. Beim HSV coachen zu dürfen, vor ausverkauften Haus bei den Eisernen. Oder beim FC. Das ist für meine ganze Familie eine besondere Konstellation“.

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