11.03.2018

"Für unsere bevorzugte Spielweise fehlt halt etwas"

Vor dem Heimspiel gegen Porz kündigte Wolfgang Rieger seinen Abschied vom FC Rheinsüd an.

Zusammen mit seinem Assistenten Rene van Lenten informierte der Trainer am Donnerstag die Mannschaft darüber, zum Saisonende beim Bezirksligisten aufzuhören. „Dem Verein haben wir die Entscheidung schon vor drei Wochen mitgeteilt, damit dieser Planungssicherheit hat“ so Rieger. Hintergrund des gemeinsamen Entschlusses sei die Spielphilosophie der Beiden, die sich in der Bezirksliga nicht umsetzen lasse.

„Mit René van Lenten habe ich jetzt bereits beim dritten Verein zusammen gearbeitet. Er ist kein klassischer Co-Trainer, sondern gleichberechtigt und ein Freund. Er tickt genau wie ich und möchte offensiven Fußball spielen lassen.“ In der Bezirksliga sei das nicht möglich, denn dort könne man nur bestehen „wenn man das Spiel zerstört und defensiv spielt. Das ist uns ein bisschen zu wenig, denn wir wollen aktiven Fußball spielen“ erläutert der Trainer die Beweggründe für den Abschied.

Wolfgang Rieger und René van Lenten übernahmen im vorletzten Sommer die Aufgabe im Kölner Süden: „Wir sind jetzt knapp anderthalb Jahre da, ziehen es noch bis zum Saisonende durch, dann waren es zwei Jahre. Unsere Arbeit bei Rheinsüd war eigentlich auf vier bis fünf Jahre ausgelegt, aber für unsere bevorzugte Spielweise fehlt halt etwas.“ Dabei bezog sich der Fußballlehrer auch auf das vorhandene Personal: „Wenn du offensives Pressing spielen willst, musst du auch immer alle Spieler beim Training haben. Es ist einfacher, wenn die Trainer gehen als zehn neue Spieler zu holen und zehn abzugeben.“

Ausdrücklich bedanken wollte sich Rieger an dieser Stelle aber beim 1. Vorsitzenden des Vereins: „Georg Komma stand immer hinter uns und hat uns den Rücken freigehalten, nie versucht ins Tagesgeschäft einzugreifen.
Uns war wichtig, dass er schnell planen kann!“  Während der FC Rheinsüd somit wohl bis Ende März eine Entscheidung über die Nachfolge getroffen haben wird, besteht bei Rieger und van Lenten derweil noch kein Kontakt zu anderen Vereinen: „Wir sind noch für alles offen“ so der 39-Jährige.

Rheinsüd will Wiedergutmachung gegen Porz

Der Fokus liege nun ohnehin erstmal auf der Rückrunde mit dem FCR, der trotz des verlorenen Spitzenspiels bei der SpVg Flittard weiterhin auf einem guten vierten Platz steht. Im Hinblick auf das Duell gegen die SpVg Porz – ein ehemaliger Club Riegers - gelte es nun „nach der Niederlage die nächsten drei Punkte einzufahren. Wir haben ein Heimspiel und wollen die Punkte zuhause behalten.“

Bei diesem Unterfangen ist seine Mannschaft aber weiterhin vom Verletzungspech gebeutelt, hat wieder nur 12,13 gesunde Spieler im Kader. Zuletzt hatte sich zu allem Überflüss auch noch Max Lück im Training das Kreuzband gerissen.

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