30.07.2018

Höhenberger zittern sich zum Auftaktsieg

Viktoria Köln gewann das erste Saisonspiel gegen Alemannia Aachen mit 2:1 (2:0).

Bild: Fuppes muss dreckig bleiben

Vor 2.513 Zuschauern übernahmen die Gastgeber bald die Spielkontrolle, während die Tivoli-Kicker aus einer stabilen Defensive versuchten, über Ballgewinne ins Umschaltspiel zu kommen. Der erste Treffer des Spiels fiel dann jedoch aus einer Standardsituation. Nach einer Ecke konnte Aachens neue Nummer Eins Niklas Jakusch zunächst noch gegen Felix Backszat retten. Anschließen fand eine Flanke von Viktorias Christian Derflinger jedoch den Kopf seines aufgerückten Mitspielers Tobias Willers, der daraufhin bereits in der neunten Minute zum 1:0 einköpfte.

Nur drei Minuten hätten die Kölner direkt nachlegen können, doch nach einer Hereingabe von Patrick Koronkiewicz, bekam Alemannia-Verteidiger Alexander Heinze noch seine Fußspitze in die Direktabnahme von Mike Wunderlich, sodass diese knapp am Tor vorbeiging. Auf der Gegenseite kamen die Gäste in der 25. Minute zu ihrer ersten guten Gelegenheit, als David Pütz Kaiser nach einem Konter durch Marco Müller über das Viktoria-Gehäuse zielte.

Anschließend waren wieder die Höhenberger dran und kamen zu einer Chance durch Felix Backszat, dessen Schuss - nach Vorarbeit von Timm Golley – Alemannias Schlussmann Jakusch erst im Nachfassen halten konnte. Fast im direkten Gegenzug zielte auch Aachens Marcel Kaiser nach einem Pass von Müller nur über das Kölner Tor. Und als dann alle Beteiligten bereits mit einer knappen Pausenführung der Viktoria rechneten, konnte Viktoria-Kapitän Wunderlich bedient von Kevin Holzweiler den gegnerischen Torhüter umkurven und aus spitzem Winkel zum 2:0 einschieben (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich aus einer hitzigen Partie ein echtes Kampfspiel in der den Gästen nach 53 Minuten die erste Möglichkeit des zweiten Abschnitts gehörte. Im Anschluss an eine Ecke brachte Alan Stulin eine Flanke auf den langen Pfosten, wo Müller und Matti Fiedler den Ball nur knapp verpassten. Auf Seiten der Viktoria hätten kurz darauf hingegen Derflinger und Wunderlich per Freistoß für die endgültige Entscheidung sorgen können, verfehlten den gegnerischen Kasten aber knapp.

Somit blieb die Begegnung offen und Aachen konnte sich zurück ins Spiel kämpfen, bekam schließlich einen Strafstoß zugesprochen. Viktoria-Torwart Sebastian Patzler brachte Kaiser im Strafraum zu Fall. Den fälligen Versuch aus elf Metern verwandelte anschließend der eingewechselte Vincent Boesen zum 2:1-Anschlusstreffer (70.).

In der Folge witterte die Alemannia – angepeitscht durch ihre Fans - Morgenluft und warf nun alles nach vorne, kam zu vielversprechenden Chancen. Die beste besaß dabei Kai Bösing, der in der 79. Minute freistehend aus sechs Metern am Kölner Torwart Sebastian Patzler scheiterte. Da die Viktoria danach in Person des eingewechselten Sven Kreyer und Mike Wunderlich aussichtsreichste Konter vergab, blieb die Begegnung bis spannend. Am Ende konnte sich Viktoria Köln jedoch über die drei Punkte freuen während Alemannia Aachen aufgrund seiner ordentlichen, aber unbelohnten Leistung mit Applaus von den eigenen Zuschauern verabschiedet wurde.

"Der große Unterschied zwischen Viktoria und uns war heute, dass sie einfach eingespielter ist“ wies Aachens Trainer Fuat Kilic anschließend daraufhin, dass seine Mannschaft mit sieben neuen Spielern in der Startformation angetreten war. „Ich kann nur den Hut vor der Mannschaft ziehen, wie sie nach dem 2:0 für den Gegner zurückgekommen ist.“

Für Viktorias Trainer Patrick Glöckner war es "das erwartet schwere Spiel. Die ersten zehn Minuten haben wir kontrolliert und verdient das Tor erzielt. Danach haben wir etwas den Faden verloren. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Alemannia ohne den Elfmeter nicht nochmal zurückgekommen wäre.“

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