12.05.2018

Kurzweilig, aber erfolglos

Keita-Ruel trifft beim 2:4 gegen Paderborn nach 772 Minuten wieder

Abschied: Theisen, Falahen, Zeugwart Volk, Röcker, Bender, Bröker und Pazurek. Foto: Fortuna

Den letzten dreifachen Punktgewinn gab es für die Fortuna am 10. März beim 2:0-Erfolg bei den Sportfreunden Lotte. Nach diesem Samstag ist es Gewissheit. Die Fans des Kölner Drittligisten müssen sich mindestens bis Ende Juli bis zum nächsten Erfolgserlebnis in einem Pflichtspiel gedulden. Denn es gab im Südstadion vor  3.901 Zuschauern eine Niederlage. Aufsteiger Paderborn siegte nach einem offenen Schlagabtausch mit 4:2.

Die Mannschaft von Uwe Koschinat holte somit aus den letzten neun Saison-Spielen einen mickrigen Punkt und verlor zwischendurch im Pokal bei der Viktoria. Ein trostloser Ausklang einer Spielzeit, die dennoch für die Südstädter auf einem guten achten Platz mit 23 Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz endete. Emotionaler Höhepunkt blieb somit die kurze und knackige Verabschiedung der Spieler Amir Falahen, Thomas Bröker, Markus Pazurek, Lars Bender, Cimo Röcker und Christopher Theisen kurz vor dem Anpfiff. „Für den Zuschauer war es ein sehr kurzweiliges Spiel mit einer hohen Zahl an Tormöglichkeiten. Paderborn hatte mehr klare Gelegenheiten. Leider haben wir es nicht geschafft, das 2:1 länger zu halten. Am Ende sind wir körperlich eingebrochen“, sagte Trainer Uwe Koschinat, der insbesondere die langjährigen Stützen des Teams, Bender und Pazurek, noch einmal von Beginn an einsetzte.

Paderborn hätte früh führen müssen. Antwi-Adjei (8.) und Zollinski (11.) vergaben. Michel schoss nach einem unwiderstehlichen Solo am leeren Tor vorbei (18.). Kurz danach wurde einem Treffer von Bröker aus kurzer Distanz wegen Abseits die Anerkennung verweigert. Nach einer Flanke traf Ritter mit einem satten Volleyschuss aus 16 Metern zum 0:1 (25.). Dann steckte Pazurek den Ball stark zu Keita-Ruel durch, der umkurvte den Keeper und erzielte das 1:1 (37.) Der Kölner Torjäger beendete damit eine 772-minütige Torflaute.

Boss hielt die Fortuna dann in Halbzeit zwei gegen Michel, Klement und Zollinski im Spiel. Auf der Gegenseite brachte Dahmani den Ball nach Flanke von Keita-Ruel im zweiten Versuch zum 2:1 über die Linie (60.). Die Führung währte nur drei Minuten dann schoss Antwi-Adjei aus spitzem Winkel den Ausgleich. Ritter brachte Paderborn erneut in Front (72.). Acht Minuten vor dem Ende musste die Fortuna dann in Unterzahl weiterspielen, weil sich Dominik Ernst verletzte und die Kölner schon dreimal gewechselt hatten. Vier Minuten vor dem Ende entschied die Schiedsrichterin auf Strafstoß nach einem vermeintlichen Foul von Boss, den Michel zum 4:2-Endstand verwandelte. Da Magdeburg in der 89. Minute zum 1:0 in Lotte traf konnten die vielen mitgereisten TuS-Anhänger nur den Aufstieg, nicht die Meisterschaft friedlich in ihrem Block feiern.  

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