19.06.2018

Mit Kerpener Jungs nach oben?!

Daniele Diamante wird neuer Trainer bei Blau Weiß Kerpen.

Der 31-Jährige entschied sich nach zwei Jahren in Büsdorf, den Verein zu verlassen und des klassenhöheren Bezirksligisten anzunehmen. Mit den Blau-Weißen hatte sich Diamante lange Zeit einen Dreikampf um die Meisterschaft geliefert, wurde am Ende aber nur Fünfter. Vor seinem Abschied empfahl der Trainer den Verantwortlichen aber mit seinem Bruder Marc noch seinen Nachfolger (→ Interview mit Marc Diamante).

Daniele, warum hast du dich für einen Abschied aus Büsdorf entschieden?

Ich habe schon im Winter gemerkt, als die ein oder andere Anfrage kam, dass ich vielleicht den nächsten Schritt gehen könnte. Als dann auch noch die zwei wichtigen Spiele gegen Horrem und Elsdorf verloren gingen, habe ich für mich entschieden, dass ich eigentlich ambitionierter als nur in der Kreisliga arbeiten möchte.

Was gab dann am Ende für Blau-Weiss Kerpen den Ausschlag?

Ich habe mich letztendlich dann für Kerpen entschieden, weil ich auch ein gutes Verhältnis zum neuen sportlichen Leiter dort habe und er mich vom ganzen Konzept überzeugt hat. Wir wollen versuchen Altbewährtes wieder einzubringen und zum 100-jährigen Jubiläum des Vereins mit vielen Kerpener Jungs, die wir zurück holen, sportlich erfolgreich sein. Wir haben auch schon länger ligaunabhängig eine sehr schlagkräftige Truppe zusammen.

Welche Ziele verfolgst du mit dem Club?

Für mich persönlich ist es das Ziel langfristig wieder dahin zu kommen, dass Blau Weiss Kerpen die Nummer Eins in der Stadt und auch wieder eine Marke im Rhein-Erft-Kreis ist. Ich möchte attraktiven Fussball spielen lassen und die jungen Spieler mit einer richtigen Spielidee entwickeln, das Publikum begeistern, damit die Leute wieder gerne zu uns ins Stadion kommen. Das sind alles Punkte auf die ich Lust habe, denn ich wechsele nicht dahin, weil der Verein den schönsten Fussballplatz hat oder das meiste Geld zahlt, sondern weil mir das sportliche Konzept gefällt.

Und was möchte der Verein auf Dauer erreichen?

Wir als Verein wollen mittelfristig in der Bezirksliga spielen und uns stetig immer weiter nach oben verbessern, um dann langfristig auch mal wieder einen Schritt höher gehen. Aber das ist noch Zukunftsmusik, wir müssen uns jetzt erstmal in der Liga etablieren, möchten nächste Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben und einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Den Aufstieg anzupeilen, wäre allerdings noch zu vermessen!

In Büsdorf wird dich dein Bruder Marc beerben. Hast du eine Empfehlung ausgesprochen?

Da mir Büsdorf auch sehr am Herzen liegt, habe ich mich bemüht dem Vorstand auch zwei, drei Namen vorzuschlagen. Ich mache jetzt auch mit meinem Bruder zusammen noch die ganze Kaderplanung, weil ich nicht möchte, dass der Verein durch meinen Weggang untergeht. Ich möchte, dass Büsdorf weiterhin eine gute Rolle spielt und vielleicht das zu Ende geführt wird, was ich angestrebt habe, nämlich den Aufstieg in die A-Klasse. Und da vertraue ich meinem Bruder voll und ganz, bin auch sehr optimistisch, dass er mit dem Verein in der nächsten Saison eine hervorragende Rolle in der Liga spielen kann.

Kommentieren

Vermarktung: