21.04.2016

Mit Spaß zum Erfolg?

Kreisliga C3: Für Germania Mülheim II ist der Zug fast abgefahren - in Neubrück steht der Spaß im Vordergrund.

In der Kreisliga C3 kommt es am Sonntag zum Nachbarschaftsduell. Der FC Germania Mülheim II und der SV Rot-Schwarz Neubrück II sind zwar geografisch nicht als unmittelbare Nachbarn einzustufen, aber in der Liga trennt die beiden Teams nur ein Tabellenplatz. Für die Mülheimer wird es unten langsam richtig eng, das weiß auch Trainer Detlef Kohl. Auch für die Neubrücker könnte Ende der Saison die Luft nochmal dünn werden. Trainer Hakan Sayrac möchte aber keinen Druck auf die zweite Mannschaft des A-Ligisten aufbauen. „Jeder soll mit Spaß spielen, darum soll es in dieser Saison gehen“, ist das Credo der Neubrücker.

Am Sonntag kommt es zum Kellerduell zwischen dem FC Germania Mülheim II und dem SV Rot-Schwarz Neubrück II. Für die Germania ist der Zug in dieser Saison fast abgefahren. Mit lediglich sechs Punkten auf dem Konto steht das Team um Trainer Detlef Kohl auf dem 14. Tabellenplatz. Um dem Abstieg noch entgegen wirken zu können, müsste das Team in den nächsten sechs Spielen mindestens zehn Punkte einfahren. Das sind mehr, als in den gesamten letzten 20 Partien erspielt werden konnten. Allerdings wäre man dabei auch auf extreme Schützenhilfe der anderen Mannschaften angewiesen. Grund für die holprige Leistung der Germania ist der Abflug eines Großteils des Kaders vor Saisonbeginn. Die Mülheimer mussten binnen einer Woche vor Saisonbeginn, eine komplett neue Mannschaft stellen. Die ist auch nach 20 Spielen noch nicht zu 100 Prozent eingespielt. Das spiegelt sich in den Ergebnissen wieder. Auch Trainer Kohl ist bewusst: „Da unten raus zu kommen wird sehr schwer.“

Der kommende Gegner von Sonntag, Rot-Schwarz Neubrück II, hatte in dieser Saison auch seine Probleme. Ein Trainerwechsel und eine durchschnittliche Punkteausbeute hatte einen Tabellenplatz im unteren Tabellendrittel zur Folge – mehr war für die Reserve des A-Ligisten in dieser Saison nicht drin. Wenn sportlich vielleicht nicht alles nach Plan verlief, für Trainer Hakan Sayrac ist das erstmal nebensächlich: „Wir stehen nicht unter Druck, jeder soll mit Spaß spielen. Darum soll es in dieser Saison gehen.“ Am Sonntag gegen den FC Germania Mülheim II will sich das Team um Sayrac überraschen lassen. „Wir machen das auf gut Glück“, so der Coach. „Natürlich verlieren wir nicht gerne, aber wir machen uns auch keinen Kopf darüber. Auf dem Platz geben wir alles, schließlich sind wir eine Familie.“ Am Sonntag ab 12:30 Uhr wird sich zeigen, ob die Mülheimer noch aus sich heraus kommen können oder ob der Spaß den Erfolg für die Neubrücker bringt.

Autor: Luise Kropff

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