06.05.2018

Mühsamer Auswärtssieg beim Schlusslicht

In Rhynern siegte Viktoria Köln mit 0:1 und hielt die Chancen auf die Meisterschaft damit aufrecht.

Bild: Peter Ciper / Viktoria Köln

„Die Fans von Rhynern haben eine aufopferungsvolle Mannschaft gesehen, die um jeden Grashalm gekämpft hat. Das haben wir aber auch nicht anders erwartet!“ wusste Kölns Trainer Olaf Janßen was ihn und seine Mannschaft beim Tabellenletzten erwarten würde. Nichtsdestotrotz kamen die Gäste zunächst gut ins Spiel, übernahmen die Kontrolle über dieses und konnten nach acht Minuten die erste gute Chance für sich verbuchen. Nach einer Ablage von Simon Handle auf Hamza Saghiri wurde dessen Schuss abgeblockt, sodass der Ball zum freistehenden Timm Golley gelangte, ihm aber über den Fuß rutschte und daher deutlich über das Westfalia-Gehäuse ging.

Auf der Gegenseite kamen kurz darauf auch die Gastgeber zu einer gute Gelegenheit, als Lennard Kleine aus acht Metern nur den Pfosten traf. In der Folge beschränkte sich Rhynern jedoch auf die Defensive. Nichtsdestotrotz kam die Viktoria zu weiteren Möglichkeiten, um in Front zu gehen. Erst wurde ein Flachschuss von Golley, nach Vorarbeit von Felix Backszat, auf der Torlinie noch geklärt. Anschließend wurde der Stürmer von Tobias Willers in Szene gesetzt, beförderte den Ball mit der Fußspitze aber aufs Tornetz. Erfolgreicher war schließlich Simon Handle, der nach einem Pass durch die Gasse plötzlich frei vor dem Tor der Hausherren auftauchte und den Ball zur 0:1-Pausenführung in die lange Ecke schob (37.).

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Höhenberger trotz der kompakten Westfalia-Defensive weitere Chancen erspielen. Insgesamt fehlte den Gästen dabei jedoch die Durchschlagskraft. Die beste Möglichkeit für einen zweiten Treffer besaß dabei Kemal Rüzgar, dessen Schlenzer nach 70 Minuten am linken Innenpfosten landete.

Aufgrund des nur knappen Vorsprungs witterten die bereits abgestiegenen Gastgeber in der Schlussphase nochmal ihre Chance, um gegen erschöpfte Gäste doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. So konnte ein Nachschuss von Adrian Cieslak grade noch rechtzeitig auf der Torlinie von Willers geklärt und der Auswärtssieg gesichert werden. Zuvor hatte Jan Kleine bereits kurz nach dem Wiederanpfiff eine gute Ausgleichschance gehabt und was Viktoria-Gehäuse mit der Fußspitze nur knapp verfehlt.

„Ich glaube wir haben in der ersten Halbzeit eigentlich ein ganz gutes Spiel gemacht und natürlich versucht die Massivabwehr irgendwie aufzuknacken, hatten dann auch etliche Torchancen. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass es die siebte englische Woche war und da fehlte einfach die letzte Power und Konsequenz“ zeigte Janßen aufgrund der anstrengenden Wochen Verständnis für den Auftritt seiner Mannschaft. „Dann hat man so ein Kopfkino und weiß, dass wenn man ein Gegentor bekommt, die Chance auf die Meisterschaft ade ist. Und das hat man in der letzten Viertelstunde einfach gesehen, dass wir mit dem Kopf nicht mehr auf dem Platz waren.“

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