04.03.2019

Nur 4 RL-West-Klubs beantragen Drittliga-Lizenz

Klar: Spitzenreiter Viktoria Köln hat den Antrag gestellt.

Bild: Peter Ciper / Viktoria Köln

"Wir wollen in die 3. Liga und haben die Zulassung beim DFB offiziell beantragt. Jetzt müssen wir noch sportlich nachlegen. Wir haben noch elf verdammt schwere Spiele vor uns", sagt Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich. Viktoria liegt aktuell neun Punkte vor Rot-Weiß Oberhausen: RWO hat als ärgster Viktoria-Verfolger ebenfalls die Drittliga-Unterlagen beim DFB hinterlegt und auch bei einem sportlichen Aufstieg grünes Licht erhalten. Dasselbe gilt für die Zweitvertretungen von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach, die jeweils zehn Punkte hinter Viktoria Köln liegen.

Auch RWE, Aachen und WSV verzichten auf die Drittliga-Zulassung

Derweil hat der Tabellen-Dritte, der SV Rödinghausen, auf die Zulassungs-Unterlagen zu 3. Liga verzichtet. Auch die Traditionsvereine Rot-Weiss Essen, Alemannia Aachen und Wuppertaler SV haben keine Bewerbungsunterlagen für die 3. Liga eingereicht. Kein Wunder: Aachen und Essen liegen satte 16 und Wuppertal 18 Zähler hinter Viktoria Köln: Ein Aufstieg ist unrealistisch. Das ganze Verfahren für die Beantragung der Drittliga-Zulassung kostet nach RS-Informationen um die 10.000 Euro.

Dagegen dürfte der SV Rödinghausen bei zehn Punkten Rückstand noch ein wenig träumen. "Natürlich spricht ein Blick auf die Tabelle eine klare Sprache. Viktoria ist der Favorit auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Der Hauptgrund für diese Entscheidung sind jedoch die Situation rund um unser Stadion, sowie die Stadioninfrastruktur", erklärt SVR-Geschäftsführer Alexander Müller auf der Internetseite der Ostwestfalen.

Sowohl die Kapazität (3140 Plätze) des Häcker Wiehenstadions, als auch die Infrastruktur würden einer Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga nicht gerecht. Der DFB schreibt eine Mindestkapazität von 10.001 Zuschauern vor. "Auch wenn wir ein hochmodernes Stadion besitzen, reicht dieses bei weitem nicht für die 3. Liga aus. Wir haben lange Gespräche über einen Ausbau geführt und eine seriöse Kostenplanung durch ein extern beauftragtes Ingenieursbüro erstellen lassen. Die kalkulierten Kosten für den Ausbau des Häcker Wiehenstadions und der Infrastruktur stellen sehr hohe Investitionen dar, die für uns derzeit nicht zu stemmen sind", sagt Müller.

"Ein Aufstieg wäre zurzeit unvernünftig. Der SV Rödinghausen ist in den letzten Jahren schnell gewachsen und steht wirtschaftlich auf gesunden Beinen. Diese gesunde Basis wollen wir durch unverhältnismäßige Risiken nicht gefährden. Wir spielen eine sehr erfolgreiche Saison und werden sehen, welche Wege wir in den kommenden Jahren gehen können«", ergänzt der 2. Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Hettich.

Quelle: Krystian Wozniak / RevierSport

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