27.01.2018

Raketenstart langt nur zu einem Punkt

Fortuna trifft zweimal in den ersten zehn Minuten, spielt dennoch nur 2:2 in Osnabrück

Der Treffer von Daniel Keita-Ruel zum 2:0 reichte nicht für den Sieg in Osnabrück. Foto: Fortuna

Die Serie ist gerissen. Und dies, obwohl die Fortuna an der Bremer Brücke einen Raketenstart hinlegte. Eine 2:0-Führung nach zehn Minuten durch Tore von Hamdi Dahmani und Daniel Keita-Ruel langte der Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat am Samstag nicht zu einem Sieg. Der VfL Osnabrück holte nach zuletzt drei Heimniederlagen gegen die Kölner am Ende noch einen Punkt. Joker Reimerink glich eine Viertelstunde vor dem Abpfiff zum 2:2-Endstand aus. Die Fortuna ist in der 3. Liga nun Fünfter. Rostock rückte auf Platz vier vor. 

Uwe Koschinat vertraute in Osnabrück der selben Elf wie beim 1:0 zu Hause gegen Jena. Und die Devise des Trainers, „never change a wining team“, zahlte sich aus. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr auf dem arg ramponierten Rasen. Nach 19 Sekunden führte die Fortuna schon mit 1:0. Hamdi Dahmani überlistete Marius Gersbeck mit einem Lupfer aus 25 Metern. Der zu weit vor dem Tor postierte VfL-Keeper brachte nur noch die Fingerspitzen an den Ball, aber den achten Saisontreffer von Dahmani konnte er nicht verhindern.

Nach neun Minuten setzten die Kölner noch einen Treffer obendrauf. Manuel Farona Pulido steckte den Ball mit dem Außenrist durch auf Daniel Keita-Ruel. Der Torjäger scheiterte zunächst aus zehn Metern an Osnabrücks Keeper Marius Gersbeck. Doch der Abpraller flog gegen das Schienbein von Marcel Appiah und von da aus wieder vor die Füße von Keita-Ruel, der keine Mühe hatte aus kurzer Entfernung das 0:2 zu erzielen. Es war sein neunter Saisontreffer. Die Kölner pressten den Gegner früh an und sorgten somit insbesondere in der Anfangsphase für Verunsicherung und Konfusion beim VfL. Die Hausherren brachten spielerisch wenig zusammen.

Zwei Ecken in Folge brachten die Fortuna in der 31. Minute mal in Verlegenheit. Christian Groß machte das Bein lang und Tim Boss musste sich strecken, um den Schuss aus zwölf Metern über die Latte zu lenken. Anschließend köpfte Marc Haider freistehend den Kölner Schlussmann aus fünf Metern an. Ansonsten waren die Gäste aber jederzeit Herr der Lage. Sechs Minuten vor der Pause düpierte Keita-Ruel nach einem langen Ball Appiah und Gersbeck musste den Patzer seines indisponierten Innenverteidigers ausbügeln. Über eine weitere Standardsituation kam Osnabrück noch vor dem Wechsel zum Anschlusstreffer. Marcos Alvarez schlug einen Freistoß von links auf den langen Pfosten, Groß legte den Ball per Kopf auf Höhe der Torauslinie zurück in die Mitte und Tim Danneberg staubte zum 1:2 ab. Und sogar der Ausgleich wäre noch möglich gewesen. Einen eher harmlosen Schuss von Sebastian Klaas aus zwölf Metern ließ Boss abprallen und der Ball tropfte gegen den Pfosten, danach hatte der Kölner Keeper ihn sicher (45.).

Osnabrücks Coach Daniel Thioune reagierte in der Pause mit einem Doppelwechsel. Für Krasniqi und Appiah kamen Konstantin Engel und Jules Reimerink. Die Partie ging in den zweiten 45 Minuten zerfahren weiter. Die Fortuna konnte die Bälle vorne nicht mehr festmachen und Osnabrück versuchte es immer wieder über Standards gegen die engmaschige Kölner Abwehr. Nach 63 Minuten wechselte Koschinat Neuzugang Thomas Bröker für den Gelb-Rot gefährdeten Farrona Pulido ein. Zwei Minuten später nahm Dahmani eine Flanke von Keita-Ruel volley aus zehn Metern, der Ball flog aber rechts einen guten Meter vorbei. Auf der Gegenseite flog ein Freistoß von Alvarez schon etwas knapper über die Latte (67.). Osnabrück erhöhte gegen Ende hin den Druck. Und kam prompt noch zum Ausgleich. Christoph Menz versprang der Ball auf dem holprigen Geläuf auf Höhe des Elfmeterpunktes bei einer Klärungsaktion. Joker Reimerink war der Nutznießer. Er schob den Ball unbedrängt an Boss vorbei flach ins Netz zum 2:2 (75.). In der Nachspielzeit hätte Danneberg am langen Pfosten nach Kopfball von Haider beinahe noch den Siegtreffer für den VfL erzielt, aber er schoss drüber. 

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