05.08.2017

Realismus ist Trumpf

Nach der 1:6-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf II gibt sich Cheftrainer Friedel Henßen kämpferisch und realistisch zugleich - er prophezeit ein hartes Jahr.

"Abgesehen vom KFC Uerdingen ist es für jeden Aufsteiger schwierig, die Liga zu halten." / Bild: Michael Schnieders

Vor dem Auftakt gegen die Zweitvertretung aus der Landeshauptstadt zeigte sich Henßen optimistisch, als er mit einem stark dezimierten Kader "für die erste Überraschung sorgen" wollte. Es setzte jedoch eine herbe Niederlage mit gleich sechs Gegentoren, die mitunter aus "individuellen und haarsträubenden Fehlern" resultierten. "In der Regionalliga werden solche Fehler knallhart bestraft", sagt der Trainer zurückblickend. Düsseldorf sei zudem mit einer "Riesen-Qualität", gespickt mit Spielern aus dem Profikader, gegen den Underdog aus Wegberg angetreten. Ein wöchentlicher Maßstab kann diese Partie für den Neuling also nicht sein.

Am kommenden Samstag (5. August, 15:30 Uhr) steht das Team um Friedel Henßen gleich vor der nächsten Mammutaufgabe: Dann ist die U 23 von Borussia Dortmund, der Zweite der abgelaufenen Regionalliga-Saison, im Beecker Waldstadion zu Gast. Henßen gibt sich vor der Partie realistisch: "Die Dortmunder haben eine brutale Qualität, wenn sie ins Rollen kommen." Um diese Qualität zu stoppen, werden sie jedoch "mit allen erlaubten Mitteln dagegenhalten." Bei der Heimpremiere nach der Rückkehr in die Regionalliga hofft der 45-jährige Trainer auf viele Dortmunder Fans und damit auf eine gute Kulisse.

Personell sieht es für den FC dabei noch schlechter aus als in der letzten Woche: Stammtorhüter Stefan Zabel wird urlaubsbedingt fehlen, Kapitän Simon Küppers laboriert seit der Saisoneröffnung gegen die Düsseldorfer an einem Bänderriss, der zuletzt angeschlagene Maurice Passage kehrt aus dem Lazarett zurück. Ganz klar: Der Rest soll es gegen den BVB II anders angehen als in der letzten Woche. Henßen fordert von seiner Mannschaft mutigen Fußball.

"Solange wir alles versuchen, ist es in Ordnung", gibt sich der Wegberger Trainer bescheiden - und auf lange Sicht realistisch zugleich. Denn: "Abgesehen vom KFC Uerdingen ist es für jeden Aufsteiger schwierig, die Liga zu halten." Zudem sei es problematisch, vier Mannschaften zu finden, die hinter den Wegbergern landen könnten. "Wenn wir in jedem Spiel das Maximum herausholen" und es am Ende nicht für den Klassenerhalt reichen sollte, habe sich der Klub nichts vorzuwerfen. Bis es so weit ist, gibt sich der Neuling aber kämpferisch: "Wir haben nichts zu verschenken und möchten es in dieser Liga besser machen als in der Saison 2015/2016."

Quelle: Sven Bednarz / RevierSport

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