04.06.2018

Uerdingen darf in die 3. Liga aufsteigen

Großes Aufatmen beim KFC Uerdingen: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Montag entschieden - zugunsten der Krefelder. Der KFC wird in der Saison 2018/19 in der 3. Liga spielen.

Bild: Michael Schnieders

Der DFB hat dem Regionalliga-West-Meister und sportlichen Aufsteiger KFC Uerdingen die Drittliga-Lizenz erteilt. "Der KFC Uerdingen wird die Lizenz nach unseren Prüfungen erhalten. Diese Entscheidung haben wir einstimmig getroffen", sagte Rainer Koch, DFB-Vize-Präsident.

Der Verein musste zum Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga bis spätestens 29. Mai, 15.30 Uhr (Ausschlussfrist), unter anderem eine Liquiditätsreserve von 1,2 Millionen Euro als Guthaben beim DFB erbringen. Diese Frist ließ der Verein verstreichen, wie der DFB zuerst in einer Pressemitteilung bestätigte.

Das große Aufatmen folgte zu Wochenbeginn: Am Montag gab es die Aufklärung seitens des DFB: Der KFC Uerdingen hatte keine Schnell-Überweisung getätigt. Knapp 24 Stunden vor Fristende überwies der KFC Uerdingen die geforderten 1,2 Millionen Euro - allerdings nicht per Blitz-Überweisung. So dass das Geld zwar bei der Commerzbank-Bank angekommen war, dem Konto des DFB aber nicht gut geschrieben wurde. Der DFB hatte die Uerdinger kurz vor Fristende angerufen und mitgeteilt, dass das Geld nicht angekommen sei. Der KFC reagierte per Blitz-Überweisung. Trotzdem: Das Geld erschien letztendlich nach Fristende. Der DFB wertete den Geldfluss als pünktlich und führte die "mögliche Fristüberschreitung" als "normalen" Geschäftsgang zwischen dem DFB und der Commerzbank.

Anders als Wilhelmshaven: Uerdingen im Glück

Noch am Freitag hatte sich der KFC erneut auf seiner Internetseite zu dem für Montag terminierten Verfahren geäußert. Die Verantwortlichen beteuerten, dass sie keinen Fehler begangen und alle Geldbeträge pünktlich an den DFB überwiesen haben: "Wir haben alles noch einmal kontrolliert und auf Richtigkeit überprüft und sind uns sicher, alle Unterlagen vollumfänglich eingereicht und allen Anforderungen rechtzeitig nachgekommen zu sein. Wir sind weiterhin optimistisch und zuversichtlich, dass wir am Montag die Lizenz für die 3. Liga erteilt bekommen."

Die Aussichten waren nichtsdestotrotz düster für den KFC Uerdingen. Denn Kompromisse geht der Verband im Normalfall nicht ein. Im Jahr 2001 musste der SV Wilhelmshaven absteigen, weil ein Faxgerät streikte und ein wichtiges Formular zehn Minuten zu spät in Frankfurt eintraf. Dem SVW wurde die Lizenz verweigert. Jetzt ist Uerdingen an der Reihe - dachten zumindest viele Experten.

Quelle: Krystian Wozniak / RevierSport

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