22.05.2018

Versöhnlicher Saisonabschluss für die Viktoria

Die Höhenberger rangen den Ligarivalen aus Aachen erst in der Verlängerung nieder und gewannen 2:0.

Bild: Ralph Augstein

Nach der 0:4-Pleite vor wenigen Wochen war die Alemannia natürlich zunächst gewarnt und auf defensive Stabilität fokussiert, kam jedoch nach zwölf Minuten selbst zu einem ersten Abschluss, als Mergim Fejzullahu nach einem Ballgewinn aus etwa 20 Metern abzog. Fast im direkten Gegenzug war es auf der anderen Seite Mike Wunderlich, der von Kevin Holzweiler bedient wurde und mit seinem Schussversuch an Aachens Schlussmann Mark Depta scheiterte.

Nur zwei Minuten später gehörte die nächste Chance wieder der Alemannia, als Fejzullahu von Tobias Mohr bedient wurde, der daraufhin aus acht Metern an Viktoria-Keeper Sebastian Patzler scheiterte. In der Folge blieben die großen Möglichkeiten aus. Die Kölner machten das Spiel, doch die Mannschaft aus der Kaiserstadt ließ wenig zu. Timm Golley war es, der Depta im Aachener Gehäuse noch zweimal, per Kopf und kurz vor der Pause mit einem Aufsetzer aus rund 20 Metern, prüfen konnte.

Die erste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel hatte anschließend wieder die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic, als Junior Torunarigha nach einer Mohr-Flanke am gegnerischen Kasten vorbeiköpfte.Keine 60 Sekunden später war es hingegen die Viktoria, die in Person von Wunderlich, erneut nach Vorarbeit von Holzweiler, an Depta scheiterte. Kurz darauf verlängerte ein Aachener den Ball mit dem Hinterkopf zu Felix Backzsat, doch dieser traf die Kugel nicht richtig und verpasste somit die Führung. Und auch Simon Handle kam fünf Minuten später nicht zum Torerfolg, fand ebenfalls seinen Meister in Depta.

Nachdem Aachen in der 66 Minute zu einem Entlastungsangriff über Matti Fiedler und Fejzullahu gekommen war, folgten weitere Chancen der spielbestimmenden Viktoria, die die Partie noch in der regulären Spielzeit entscheiden wollte. Doch sowohl der eingewechselte Sven Kreyer per Kopf, als auch Golley per Distanzschuss scheiterten immer wieder an Depta.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit war die Alemannia dann nah dran, um für den Lucky-Punch zu sorgen. Doch sowohl Fejzullahu und Torunarigha konnten den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen. Und auch die letzte Gelegenheit der regulären Spielzeit gehörte den Tivoli-Kickern, als David Pütz eine Flanke von Nils Winter am Kasten der Viktoria vorbeiköpfte.

Vor 5478 Zuschauern, die Mehrzahl aus Aachen, im Sportpark Nord musste die Verlängerung eine Entscheidung herbeiführen. Auch hier waren die Schwarz-Gelben dem Führungstreffer zunächst näher, als Winter nach einer Mohr-Hereingabe zu einer Doppelchance kam, aber jeweils aus kurzer Distanz an Viktorias Torwart Patzler scheiterte.

Erfolgreicher war schließlich Kreyer, der am langen Pfosten per Volleyschuss zum umjubelten 0:1 (109.) für die Höhenberger in die lange Ecke traf. Anschließend wurde es nochmal turbulent, als die Unparteiischen im Rahmen einer Rudelbildung eine Tätlichkeit von Joy Slayd Mickels erkannten und diesen mit Rot vom Platz schickten. In Unterzahl war die Alemannia danach nochmal alles nach vorne und so konnten die Kölner in der fünften Minute der Nachspielzeit schließlich zum 0:2 (125.) ins verwaiste Tor treffen. Dieses hatte Depta verlassen und war für einen Freistoß mit nach vorne geeilt.

Die Viktoria sicherte sich somit zum vierten Mal nach 2014, 2015 und 2016 den Mittelrheinpokal und den damit verbundenen lukrativen Einzug in den DFB-Pokal. „Es waren schon Widerstände gegen die wir ankämpfen mussten. Es wurde im Laufe des Spiels für uns immer besser, aber dann stand beim Gegner ein Torwart im Kasten, der alles gehalten hat. So wurde es am Ende ein richtiger Pokalfight. Ich bin super stolz, dass die Jungs trotz der Atmosphäre im Stadion immer dran geblieben sind“ konnte sich Viktoria-Trainer Olaf Janssen am Ende - nach der verpassten Meisterschaft in der Regionalliga West - über seinen ersten Titelgewinn freuen.

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