24.08.2016

VfL Leverkusen droht die Insolvenz

Altlasten erdrücken den Mittelrheinliga-Absteiger – Kuhn bemüht sich um Schuldentilgung.

Bereits seit einigen Jahren schlägt sich der VfL Leverkusen mit tiefroten Zahlen herum. Nun schwebt das drohende Szenario des Insolvenzverfahrens über dem Klub. Der Vereinsvorsitzende Bernd Kuhn bemüht sich, die aufgetürmten Altlasten abzutragen und eine Lösung zur Begleichung der Rückstände zu finden. Gelingt das nicht, steht der Zwangsabstieg der Landesliga-Mannschaft bevor.

Ein Schuldenberg droht den VfL Leverkusen zu erdrücken. Sowohl beim Fußballverband Mittelrhein (FVM) als auch beim Finanzamt steht der Klub von der Tannenbergstraße in der Kreide, bemüht sich um eine Alternative zur Zahlungsunfähigkeit. „Wir stehen in Gesprächen“, so der Vorsitzende Kuhn. „Mit dem Verband sehe ich uns auf einem guten Weg, eine Lösung zu finden. Ein größeres Problem sind die Steuerschulden. Mit dem Finanzamt gestalten sich die Verhandlungen schwieriger.“ Kuhn weiß, dass ein Insolvenzverfahren droht. „Das wäre sehr unschön. Wir hoffen auf eine Einigung. Ich bin aber optimistisch, diese zu finden.“

Bei den Schulden des Leverkusener Vereins handelt es sich vorrangig um Altlasten. „Die Rückstände sind aus den Jahren 2010 bis 2012, also vor Beginn meiner Amtszeit. Das macht es für mich umso schwieriger, alles nachzuvollziehen, auch weil manche Unterlagen nicht vollständig sind“, so Kuhn. Im Fall einer Insolvenz wäre die Senioren-Mannschaft gezwungen, in die Bezirksliga abzusteigen, nachdem man bereits vor dem Saisonbeginn die Reserve aus der Kreisliga B abgemeldet hatte. Dieses Schicksal ereilte im vergangenen Jahr den SC West Köln, der dadurch in die Kreisliga A abstieg. Die Jugendabteilung des VfL Leverkusen wäre sportlich nicht von einer Zahlungsunfähigkeit betroffen. "Wir haben Klage beim Finanzgericht Köln wegen der zu hohen Bemessung der Steuerschuld eingereicht. In den nächsten vier Wochen wird eine Entscheidung fallen, wie es weitergeht", sagt Kuhn.

Autor: Daniel Sobolewski

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