22.04.2016

Zwei Kracher von Biada für den Klassenerhalt

Die Fortuna kann nach dem 3:1 in Bremen für ein weiteres Jahr 3. Liga planen

Die Fortuna hat am Freitagabend die richtige Antwort auf die drei Heimpleiten in Serie gegeben. Dank des zweiten Auswärtserfolges nacheinander können die Südstädter mit einem weiteren Jahr in der 3. Liga rechnen. Durch den 3:1-Erfolg beim SV Werder Bremen II hat die Elf von Trainer Uwe Koschinat drei Spieltage vor dem Ende 46 Zähler auf dem Konto. Diese Punkte-Ausbeute muss praktisch zum Klassenerhalt reichen.

Die Fortuna startete gegenüber dem 0:2 zu Hause gegen Halle mit ein paar Veränderungen in der ersten Elf. Den gesperrten Andreas Glockner ersetzte Oliver Schröder im defensiven Mittelfeld. Der vom Trainer zuletzt gescholtene Winter-Neuzugang Cedric Mimbala begann rechts in der Viererkette. Ansonsten blieb der Abwehrverbund unverändert. Auch der junge Jannick Schneider begann zum dritten Mal in Serie in der Innenverteidigung.

Und es ging gleich denkbar ungünstig los. Nach einer Ecke konnten die Südstädter die Situation nicht bereinigen und Bremens Verteidiger Oliver Hüsing erzielte das frühe 1:0 (7.) für die stark abstiegsbedrohten Hausherren. Wieder einmal, wie so oft in jüngster Vergangenheit, kassierte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat ein Gegentor nach einem Standard. Doch die Kölner brauchten nicht lange, um wieder in die Spur zu finden. Julius Biada zog aus der Distanz ab und traf sehenswert zum 1:1-Ausgleich (16.). Und der Stürmer hatte sein Pulver damit noch nicht verschossen. Mit einer Volleyabnahme jagte Biada die Kugel aus 20 Metern erneut in den Kasten von Werder zum 1:2-Halbzeitstand (36.). Das war in der Tat eine Begebenheit mit Seltenheitswert. Denn lagen die Kölner in dieser Saison einmal zurück, gelang ihnen zuvor erst einmal die Wende.

Nach dem Wechsel wurde Werder II aktiver. Aber zwingend wirkten die Aktionen des Team von Alexander Nouri nach wie vor nicht. Nach 57 Minuten ersetzte Kusi Kwame Cimo Röcker auf der linken Abwehrseite. Nach 64 Minuten dann die Entscheidung zugunsten der Fortuna. Einen Freistoß verlängerte Mimbala in die Mitte, wo Marco Königs nur noch den Fuß hinhalten musste, um das 1:3 zu markieren. Beide Angreifer der Fortuna erwiesen sich somit wieder einmal als sehr treffsicher. Biada machte nach 76 Minuten für den defensiver ausgerichteten Christopher Theisen Platz. Bremen warf am Ende alles in die Waagschale, aber vergeblich. Andre Poggenborg parierte einen Schuss des eingewechselten Hilßner stark (81.). Ein Schuss von Kazior flog knapp über das Kölner Tor (83.). Auch der zweite Torschütze, Marco Königs, durfte vorzeitig duschen. Für ihn kam Serhat Koruk drei Minuten vor dem Abpfiff.

Stimmen zum Spiel: Uwe Koschinat (Fortuna)

Die Erleichterung bei mir ist sehr groß. Wir haben in den Heimspielen zuvor viele Elfmeter zum Klassenerhalt verschossen. Die Mannschaft hat eine hervorragende Antwort auf das Spiel gegen Halle gegeben. Das war eine starke solidarische Leistung. Julius hat sich in dieser Saison enorm in den Vordergrund gespielt. Cedric wirkte zuletzt viel fokussierter. Seine Leistung war gut und konzentriert, er hat Stabilität in die Abwehr gebracht. Auch die Körpersprache von Christopher Theisen hat mir nach seiner Einwechlsung gefallen.

Julius Biada (Fortuna)

Der Sieg war ungemein wichtig, Das war ein Meilenstein. Jetzt müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht drin bleiben. Wir sind nicht bekannt dafür, dass wir einen Rückstand drehen können, umso schöner ist es, dass es geklappt hat. Wir sind eine Flutlichtlicht-Truppe. In der siebten Minute beim 0:1 war es noch zu hell für uns. Heute war ein guter Tag. Das zweite Tor schieße ich einmal in hundert Jahren.

Cedric Mimbala (Fortuna)

Wir haben sehr gut gespielt. Ich denke, das war der Klassenerhalt. Ich bin erleichtert, dass ich mal die Chance bekommen habe, mich zu beweisen. Es ist ganz gut gelaufen für mich heute.

Autor: Stefan Kleefisch

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