Spielinfos

FC Viktoria Köln : Fortuna Köln

Liga: Mittelrheinpokal

Anstoss: Di - 08.05. 19:00 Uhr

Spieltag: 4. Spieltag

Ergebnis: 3 : 0

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Fortuna verliert zum vierten Mal in Folge im Pokal gegen Viktoria

09.05.2018

Menz erweist seiner Elf einen Bärendienst

Patrick Koronkiewicz jubelt ausgelassen nach seinem Treffer zum 1:0 in der Verlängerung. Fotos: Augstein

Fortuna gegen Viktoria im Pokal, das ist eine scheinbar nicht endend wollende Leidensgeschichte für die Kölner Südstädter. Dieser wurde am Dienstagabend im Höhenberger Sportpark ein weiteres schmerzhaftes Kapitel hinzugefügt. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat verlor das Halbfinale vor 4.386 Zuschauern mit 0:3 nach Verlängerung. Es war die vierte Pleite der Fortuna in Folge im Pokal-Wettbewerb gegen den Rivalen von der anderen Rheinseite. Eine bittere Bilanz.

Knackpunkt der Partie war die Gelb-Rote Karte gegen Christoph Menz nach 31 Minuten. Der Abwehrspieler der Fortuna war bereits nach sechs Minuten verwarnt worden und beging dann ein völlig unnötiges Handspiel auf Höhe der Mittellinie. Damit erwies der Ex-Erfurter seinem Team einen Bärendienst.

„Man muss anerkennen, dass das kein unverdienter Sieg war. Die Gelb-Rote Karte war der entscheidende Faktor. Wir haben in Unterzahl lange ein taktisch ordentliches Spiel gemacht und uns der Situation angepasst. Es war aber kein Schlagabtausch mehr, sondern mehr ein konsequentes verteidigen und auf die Chance warten. In den letzten zehn Minuten vor Ende des Spiels hatten wir relativ große Möglichkeiten. Da wäre die Chance gewesen, weiter zu kommen. In der Verlängerung haben die Kräfte brutal nachgelassen“, sagte ein sichtlich frustrierter Uwe Koschinat.

Beide Teams spielten leidenschaftlich und engagiert. Koronkiewicz prüfte Boss (7.). Keita-Ruel köpfte Patzler in die Arme (8.). Golley schoss knapp vorbei (14.). Patzler stand auch im Mittelpunkt des Geschehens in Minute 33. Der Viktoria-Keeper räumte Nico Brandenburger übermotiviert von hinten ab. Der durchaus mögliche Elfmeterpfiff blieb aus. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wehrte Boss erneut einen Schuss von Koronkiewicz ab (48.). Sechs Minuten später hätte Viktorias Hausweiler nach einer klaren Tätlichkeit gegen Kegel Rot sehen müssen, aber der Schiedsrichter gab nur Gelb. Fritz verhinderte mit einer starken Grätsche gegen Golley einen Gegentreffer (63.). Keita hatte neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit noch das 1:0 auf dem Fuß. Nach einer Flanke von Bröker schoss der Torjäger knapp drüber.

In der Verlängerung schwanden der Fortuna in Unterzahl mehr und die Kräfte. Holzweiler schlenzte einen Schuss auf die Oberkante der Querlatte (97.). Kurz vor Ende der ersten Halbzeit ließ der bis dahin starke Boss einen haltbaren Distanzschuss von Koronkiewicz zum 1:0 passieren. Danach gaben sich die Gäste, die trotz des Auswärtsspiels zwei Drittel der Zuschauer auf ihrer Seite hatten, geschlagen. Müller köpfte eine Ecke zum 2:0 ins Netz (110.). Und zwei Minuten vor dem endgültigen Ende trat Boss bei einem Rettungsversuch außerhalb des 16-Meter-Raumes über den Ball. Handle traf mühelos ins leere Tor zum Endstand.

„Das war ein toller Pokal-Fight. Mit viel Leidenschaft, Wille und der notwendigen Würze drin. Wir haben mutig gespielt. Natürlich hat uns der Platzverweis in die Karten gespielt. Wir hatten eine Vielzahl an Chancen. Das setzt nochmal Kräfte für das Regionalliga-Finale frei“, freute sich Viktoria-Coach Olaf Janßen.

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