Teammanagerbericht: Sportvereinigung Porz

21.09.2014

Kein Sieger im Aufsteigerduell

Es ist nicht so, dass der Mannschaft die Gefahr nicht bewusst war. Schon vor dem Spiel hatte Trainer Ümit Bozkurt vor dem Gegner gewarnt. Warum es ausgerechnet beim bisher punktlosen Tabellenschlusslicht Siegburger SV II nicht zum Sieg gereicht hatte, erklärte der Porzer Übungsleiter so: "Wir haben zu keinem Zeitpunkt zu unserem Spiel gefunden. In der zweiten Halbzeit wurde es ein bisschen besser, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt."

Nach dem 6. Spieltag hat die SpVg. Porz nun 11 Punkte auf dem Konto. Das kann sich zwar für einen Aufsteiger durchaus sehen lassen, aber war heute nur ein schwacher Trost. Der Vorsitzende Peter Dicke brachte seine Gemütslage auf den Punkt: "Wir können nicht zufrieden sein, wenn wir hier unentschieden spielen. Zwar hatten wir die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen, hätten aber am Ende auch noch verlieren können. Insgesamt war es einfach zu wenig."

Nach einer ansprechenden Anfangsviertelstunde bauten die Porzer den Gastgeber durch ihre hohe Fehlpassquote auf. Als die Siegburger Reserve danach zum ersten Mal wirklich gefährlich vor das Porzer Tor kam, klingelte es auch schon. Möglicherweise hatte Torhüter Michael Skibba im Fünfmeterraum die Hand auf dem Ball, als der Stürmer den Ball ins Tor spitzelte. Der Schiedsrichter erkannte den Treffer in vertretbarer Regelauslegung an (28.).

In der Folgezeit wurde offensichtlich, dass es in der Porzer Offensive noch deutliches Verbesserungspotenzial gibt. Bis zum Strafraum kommen die Rothosen oft noch recht flüssig, die Torquote ist dagegen noch längst nicht auf höchstem Bezirksliga-Niveau angekommen, da der Abschluss oft zu hastig und unkonzentriert ist.

In der zweiten Halbzeit stellte Ümit Bozkurt um, brachte mit Jonas Wendt einen erfahrenen Stürmer, zudem mit Metin Sönmez sowie später Okan Adas agile Spieler, die die kompakte Siegburger Defensive auseinanderreißen sollten. Das Porzer Spiel wurde entschlossener und agressiver, die hohe Fehlpassquote verringerte sich aber kaum. Dennoch ergaben sich nun eine Reihe guter Torchancen. Kevin Klein scheiterte nach milimetergenauem Zuspiel von Jonas Wendt knapp am Siegburger Torhüter, den Nachschuss knallte Tugay Düzelten dann freistehend über das Tor (54.). Etwas später dann der bester Porzer Angriff des heutigen Tages: Jonas Wendt wurde auf dem rechten Flügel freigespielt und zeigte erneut seine Vorbereiterqualitäten. Seine perfekte Hereingabe verwertete Tugay Düzelten gekonnt zum Ausgleichstreffer (66.). Kurze Zeit später hatte Tugay Düzelten sogar die Führung auf dem Fuß, schoss aber zu unplatziert, sodass die vielbeinige Siegburger Abwehr klären konnte. Die Offensivbemühungen der SpVg. Porz erhielten einen Dämpfer, als Metin Sönmez mit der Gelb-Roten Karte vom Platz musste (74.). Dies war wiederum eine harte, aber erneut vertretbare Schiedsrichterentscheidung. Seine Linie verließ das Schiedsrichtergespann aber, als in einer absolut vergleichbaren Situation die Ampelkarte gegen Siegburg nicht zur Anwendung kam (78.). In Unterzahl bestimmten die Porzer weiterhin das Spiel, ließen den Hausherren aber doch große Räume zu Gegenstößen. In der letzten Spielminute wäre der Spielverlauf der zweiten Halbzeit fast auf den Kopf gestellt worden, als ein fulminanter Schuss der Siegburger an den Pfosten klatschte (90.). Letztlich blieb es bei dem Unentschieden, mit dem die Porzer nicht zufrieden sein konnten. Trainer Ümit Bozkurt ließ keine Entschuldigung zu: "Wir sind an unserer eigenen Abschlussschwäche gescheitert."


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