Teammanagerbericht: RSV Rath-Heumar II

28.10.2015

RSV Rath Heumar II – Borussia Kalk 7:4 (3:2)

Kreisliga C - Staffel 4 | Teammanagerbericht RSV Rath-Heumar II

Der RSV II meldet sich zurück und hält Anschluss im Abstiegskampf


Nach dem starken Auftritt und dem ersten Saisonsieg gegen die Jungs aus Blau-Weiß, konnte der RSV erneut einen 3er einfahren, diesmal vor heimischer Kulisse. Trotz diverser Ausfälle und Sperren, bot Trainer Moldenhauer, der leider krankheitsbedingt nicht den Sieg seiner Jungs sehen konnte, eine starke Elf auf. Spieler und Rather Urgestein Thorsten „Haddi“ Hattenbach übernahm den Job des Interimscoaches und verzichtete völlig selbstlos auf einen Einsatz, um die Jungs der Rather Burg von draußen anzupeitschen.
Schon in der Kabine wurde klar, dass heute nicht abwartend gespielt werden soll, sondern alles auf Sieg stand, um endlich den Weg aus dem Tabellenkeller weitergehen zu können.
Die ersten Minuten gegen die Überraschungsmannschaft aus Kalk, die dem Tabellenführer schon einen Punkt abjagen konnten und einige Mannschaften aus dem oberen Drittel geärgert haben, verliefen sehr verhalten. Viele lange Bälle, kaum zwingende Aktionen, wenige Zweikämpfe und vor allem ausreichend Fehlpässe. In der 10. Spielminute tankte sich einer der Kalker über die rechte Außenbahn durch und die geplante Flanke, die nur halbhoch durch den 16 er des RSV flog, wurde von Kapitän Kirschbaum unglücklich und unhaltbar ins lange Eck abgefailscht, sodass Schlussmann Kirsch absolut keine Chance hatte. Die Führung der Kalker war so überraschend, wie die zuvor erzielten Ergebnisse. Dieses Tor wirkte wie ein Wecker für den RSV. Plötzlich kamen die Jungs besser in die Zweikämpfe, es wurde konzentrierter gespielt und vor allem stimmte die Einstellung. Jeder kämpfte für jeden um jeden Quadratmeter der so geliebten Asche. Eine logische Konsequenz des Spielstils war der Ausgleich. In der 15 Minute war es Marcel Mierzwieack, der an diesem Tag seine Sahnefüße richtig eingehangen hatte, sodass er dem Schlussmann nach starker Einzelleistung aus spitzem Winkel keine Chance ließ. Über außen in den 16 er gezogen und als alle mit einem Querpass rechneten kam das Schlitzohr „Mimi“ wieder raus. Zum staunen aller schloß er selbst in die kurze Ecke ab. Aprospos Ecke, nur 5 Minuten später ging der RSV nach einer Ecke von Kirschbaum mit 2-1 in Führung. Kirschbaum, der nahezu jeden Standard gefährlich vors gegnerische Tor brachte, schlug eine Ecke auf den zweiten Pfosten. Mierzwiack, legte völlig mannschaftsdienlich mit dem Kopf quer sodass Ackermann aus kurzer Distanz nur noch einnetzen musste. Gleichzeitig war es das erste Tor für Alex „der Chinese“ Ackermann. Völlig überwältigt von der Bude lief er in die Arme seiner Kammeraden, da sich jeder, aber auch jeder für ihn freute und es niemandem mehr gegönnt war als ihm.
Es war jedoch jedem klar, dass die Euphoriewelle den RSV nicht durchs Spiel tragen wird, sondern dass weiter nachgelegt und die taktische Marschroute beibehalten werden muss.
In der 40 Minute klingelte es dann erneut im Gehäuse der Kalker. Mirko „Dresche“ Draschner, der schon letzte Woche ein wichtiges Tor erzielen konnte, bestätigte seine aktuelle Form. Nach schöner Vorarbeit von Kirschbaum nutzte Dresche die 1:1 Situation gegen den Torwart aus und schob die Kugel mit aller Routine ins untere Eck. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gelang den Kalkern der überraschende Anschlusstreffer. Nach einer Ecke passte die Zuordnung im Rather Strafraum in etwa so wie alkoholfreies Bier ins Clubheim, nämlich gar nicht. Sieht zwar richtig aus, ist aber falsch. Mit 3-2 ging es dann in die Pause. Bei diesem Spielstand hatte der RSV nur eine Option, weiter sicher stehen und vor allem nachlegen. Wie die verletzen und gesperrten sowie Zuschauern es mit den herrlichen Kaltgetränken machten, machte der RSV es nach der Halbzeit mit den Toren, nämlich eins nach dem anderen.
In der 48. Minute war es dann soweit. Die Jungs um Imterimscoach „Haddi“ Hattenbach erhöhten auf 4-2. Nach schönem Freistoß vom Capitano Kirschbaum war es Markus Hintzen, der in Götze-ähnlicher WM-Manier den Ball irgendwie mit Kopf, Brust und Knie ins Tor buchsierte. Nun gelang dem RSV endlich mal ein Spiel, in dem sie über 90 Minuten klar die bessere Mannschaft waren und es zu keinem Zeitpunkt Zweifel gab, wer hier als Sieger vom Platz geht. Das 5-2 erzielte Mierzwiack in der 58. Minute und es war mit Abstand das schönste des Spieltags, vielleicht sogar der gesamten Kreisklasse. Nach schöner und schneller Passkombination kam der Ball zu „Mimi“, der unmittelbar den Abschluss suchte. Der erste Versuch wurde noch vom Herausstürmenden Torwart geblockt, der zweite jedoch nicht. Mit dem Rücken zum Tor stehend, drehte sich Mierzwiack schneller als Bruce Darnell auf jedem Laufsteg und hob den Ball mit seinem vermeindlich schwächeren linken Fuß aus 20 Meter über dem Torwart ins lange Eck. Wenn das ein schwacher Fuß sein soll, sind wir alle gespannt was bald noch alles mit seinem starken rechten folgen wird.
Nun fühlten die Rather sich etwas zu siegessicher und promt folgte nach einer Nachlässigkeit in der Abwehr das 5-3. Dies war gleichzeitig der erste Torschuss der Kalker in Minute 65.
Wenig beeindruckt wusste die Elf auf heimischem Platz was zu tun ist. Das was an diesem Tag am besten gelang, Tore schießen.
Mirko Draschner, der aufgrund seiner Schnelligkeit, oft nur durch ein Foul zu stoppen ist, kam diesmal sogar bis in den 16 er, bevor man ihn legen konnte. Wenn ein Spieler selbst zu schnell ist, um ihn foulen zu können, kommt die Frage auf, warum er nicht neben Usain Bolt das Olympische Gold mal für Deutschland holt. Den Elfer verwandelte „Mimi“ wie alles was er an diesem Tag machte, eiskalt. Es war die 6-3 Führung in der 78. Minute.
In der 85. Minute durfte Draschner nochmal knipsen und krönte damit seine starke Leistung. Roskosch, der aktuell auf der undankbaren Vorstopper Position spielen muss, schaltete sich ins Offensivspiel ein. Mit einem doppelten Doppelpass wurden sowohl Abwehrspieler als auch Torwart schwindelig gespielt und der letzte Pass, wie im Training so oft geübt, quer vor den Torwart gelegt, dass „Dresche“ nur noch einschieben musste. Aber genau das sind die Situationen, die zeigen warum der RSV aktuell so stark ist, weil es egal ist, wer die Buden macht, Hauptsache das Netz wackelt.
Kurz vor Ende gaben die Kalker ein Lebenszeichen von sich in Form des 4-7, was gleichzeitig der Endstand war. Dieses Tor wurde begünstigt durch die kompletten RSV Spieler, die mit den Köpfen schon in der Kabine und an der Theke waren.
Alles in allem ein hochverdienten Sieg der Rather, der auf mehr hoffen lässt und vor allem die Frage zulässt: „Wieso steht diese Mannschaft da unten drin?“

In 2 Wochen muss die Moldenhauerelf nach Langel. Jeder, der diesen Platz kennt, weiß dass es nichts undankbareres gibt, als im November dort antreten zu müssen. In der aktuellen Form ist dem RSV aber zuzutrauen dass sie auch diesen Acker umpflügen, selbst wenn er gefroren ist!

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