Teammanagerbericht: KSV Heimersdorf

18.11.2012

Aufholjagd nicht belohnt - Fühlingen entführt drei Punkte (Teil 2)

Standards lassen Hoffnung aufkeimen

Plötzlich stand der KSV wieder mit einem 0:3 und dem Rücken zur Wand da. 25 Minuten noch auf der Uhr und ein Standart bringt den endlich ersehnten Torerfolg für den KSV. Ein langer Freistoß von Dirk Uhlhaas aus dem linken Mittelfeld findet frontal vor dem Tor Ricciardo Frank, der nimmt den Ball aus zwölf Metern gekonnte mit und verwertet per Direktabnahme zum mehr als verdienten Anschlusstreffer. Die Fühlinger spekulierten vergebens auf Abseits, schimpften nach dem Tor wie die Rohrspatzen auf den Schiedsrichter ein. Die Entscheidung allerdings war korrekt, spielte einer der gelb-schwarzen nicht mit und hob das Abseits um fast zwei Meter auf.

Der KSV hatte nun Blut geleckt und suchte nun noch mehr den Weg in die Offensive, besonders die vielen Standarts brachten immer wieder Gefahr, immer wieder brachten aber auch die Fühlinger einen Kopf oder ein Bein dazwischen. Nicht nur auf dem Platz, auch abseits des Platzes kochte die Stimmung langsam über. Nicht besser wurde dies, als die Heimersdorfer 15 Minuten vor dem Ende plötzlich die Chance auf einen Anschluss per Elfmeter hatten. Der Fühlinger Abwehrspieler versuchte den Ball akrobatisch aus dem Strafraum zu klären, trat dabei aber viel zu hoch und bohrte dem Gegenspieler die Picke klar und deutlich ins Gesicht, ein klarer Elfmeter. Antreten sollte wie auch letzte Woche Dirk Uhlhaas. Im Gegensatz zur letzten Woche, als er den Ball an den linken Pfosten haute, markierte er hier den 2:3-Anschluss. Wieder suchte er sich die linke Ecke aus, der Torwart aber nahm sich die rechte Ecke.

Plötzlich stand auch der Fühlinger Torwart im Mittelpunkt, der sich wiederholt Zeit ließ und den Ball nicht rausrückte, im Rücken des Schiedsrichters ließ er sich zu einer Schwalbe hinreißen, alles nicht gerade förderlich für die Stimmung auf und neben dem Platz. Einmal sollte er wegen Ballwegschlagens die gelbe Karte sehen, Glück für ihn, dass zweite weitere Aktionen der selben Sorte im Rücken des Schiedsrichters ungeahndet blieben.

Viel umjubelter Ausgleich - K.O. in der Nachspielzeit

Fast aus dem Blick geriet da der dritte und letzte Wechsel der Heimersdorfer, wieder musste ein Spieler den Platz verlassen, reine Vorsichtsmaßnahme, machte langsam die Leiste dicht. Was sich danach abspielte war der Wahnsinn, angetrieben von den rund 60 Zuschauern rund um den Platz peitschten sich die Heimersdorfer gegenseitig immer weiter vor. Was nun folgen sollte kann man klar als das Tor der Spiels bezeichnen. Oliver Ince fasste sich fünf Minuten vor dem Ende ein Herz und erzielte durch einen überragenden Distanzschuss das 3:3. Aus gut 25 Metern erkannte er die freie Bahn und schoss das Leder für den Fühlinger Keeper, der eine schöne Flugeinlage präsentierte, unhaltbar in den linken Winkel.

Viele waren nun an das Spiel gegen Roggendorf erinnert, als man zur Halbzeit 0:3 zurücklag, nach zehn Minuten eine rote Karte kassierte und am Ende dank vier Toren nach der 75. Minute noch mit 4:3 gewann. Doch heute sollte es anders kommen. Zwar kam der KSV nochmal zu zwei guten Chancen nach einem Freistoß und einer Ecke waren es aber dieses Mal die Gäste, die ihrerseits nochmal zurückschlugen und aus dem Gestocher heraus in der 91. Minute das 4:3 erzielten. Ein Wechsel der Fühlinger und ein paar Zweikämpfe später war die Partie verloren. Die Fühlinger sicherten sich den Sieg in der ersten Halbzeit, als sie gegen ungefährliche Heimersdorfer ihren Puffer herausspielten.

Der Schiedsrichter hatte mit beiden Mannschaften heute kein leichtes Los gezogen, zeigte aber eine sehr ordentliche Leistung. Erkannte die fehlgeschlagene Abseitsstellung der Fühlinger beim 1:3 und war auch beim Foulelfmeter zum 2:3 auf dem Posten. Andere Aktionen, in seinem Rücken passierend, kann man ihm schlecht anlasten. Der KSV rutsche damit nach der siebten Niederlage auf den 14. Tabellenplatz ab, die Fühlinger konnten sich etwas befreien und verließen durch die drei Punkte die Abstiegsplätze. Nächsten Spieltag geht es für den KSV zum direkten Konkurrenten SV Merkenich. Der SV Fühlingen empfängt zu Hause Telekom-Post und kann sich mit einem weiteren Dreier weiter Luft im Kampf gegen den Abstieg verschaffen.

Von Christian Wolfsdorf, Pressewart KSV Heimersdorf


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