Teammanagerbericht: HNK Croatia Köln

Autor: Manuel Herceg

13.03.2018

Erfolgreicher Auftakt für Croatia

Kreisliga C - Staffel 2 | Teammanagerbericht HNK Croatia Köln

Im ersten Punktspiel nach fast vier Monaten bezwingt der HNK Croatia Köln das Spitzenteam vom VfR Sinnersdorf dank eines späten Doppelpacks von Sven Schiller mit 3:2 (1:0). Trainer Marc Diamante sieht noch reichlich Steigerungspotential, ist mit den drei Punkten aber vollkommen zufrieden.


Die ewig lange Wartezeit hatte endlich ein Ende. Nach insgesamt sieben Spielabsetzungen (inklusive Nachholspielen) durften die „Kroaten“ wieder mal in einem Pflichtspiel ran. Mit dem VfR Sinnersdorf war eine Mannschaft aus der oberen Tabellenregion zu Gast. Im Hinspiel unterlag der HNK klar mit 0:4.

Kurz nach Anpfiff herrschte bereits Gefahr vorm Croatia-Gehäuse. Ein Gästespieler setzte sich im Strafraum gut durch und spielte das Leder an Keeper Oliver Winterscheid vorbei, doch kein Abnehmer fand sich, um den Ball über die Linie zu drücken. Auf der Gegenseite nutzte die Diamante-Elf ihre erste Gelegenheit zum frühen 1:0. Daniel Serve mit einem hohen Ball hinter die Abwehrreihe, Vedran Kosic zog entschlossen ab und traf ins rechte Eck (6.). Unmittelbar danach musste der Kapitän mit muskulären Problemen, die er noch vor seinem Torerfolg signalisierte, vom Feld. Ihn ersetzte Roman Lovric. Eine Serve-Ecke traf Schiller nicht voll, sein Kopfball ging klar am Tor vorbei. Kurz darauf parierte der Sinnersdorfer Schlussmann einen Serve-Freistoß. Eine sehr gute Chance bot sich Ante Zgela nach Zuspiel von Serve. Frei vor dem Kasten suchte er etwas zu schnell den Abschluss und zielte aus halblinker Position ein gutes Stück am kurzen Pfosten vorbei. Eine knappe Kiste gab es zu verzeichnen, als der VfR den Ball am langen Eck vorbeischoss. Thomas Jackschik kam nach einem Eckstoß von Karlo Kroflin zu einer großen Möglichkeit, doch er brachte die Kugel per Kopf nicht im Tor unter. Noch bevor er nachsetzen konnte, klärten die Gäste die Situation. Dimitrios Gelastopoulos wurde im Mittelfeld gelegt, doch das Spiel lief erstmal weiter. Es folgte ein Steilpass auf Kroflin, der freie Bahn hatte, dann aber zu Unrecht wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. So endeten die ersten 45 Minuten mit einer 1:0-Pausenführung für den HNK.

Wie schon zu Beginn der Partie, gehörte auch im zweiten Spielabschnitt die erste gefährliche Szene dem VfR. Nach einem weiten Ball riskierte Winterscheid beim Herauslaufen viel. Der von der HNK-Abwehrreihe verfolgte Gästespieler erreichte den Ball zuerst, hob diesen über Croatias Schlussmann hinweg, allerdings auch am Tor vorbei. Quasi im Gegenzug passte Kroflin das Leder klug nach außen, wo Zgela Fahrt aufnahm. Leider beendete er die Aktion mit einer schwachen Hereingabe, die der Torwart vor dem völlig freien und einschussbereiten Schiller abfangen konnte. Tomislav Soldan stoppte einen gegnerischen Flachschuss, nach einem langen Serve-Ball war der VfR-Keeper zur Stelle und klärte vor Lovric. Winterscheid verschätzte sich bei einer Ecke, ein Gästespieler köpfte daraufhin einen Croatia-Akteur an, wodurch das Leder über das Gehäuse gelenkt wurde. Es folgte eine weitere Ecke. Der HNK konnte die Situation nicht entschlossen bereinigen, der Gegner blieb im Ballbesitz und brachte die Kugel wieder in den Strafraum. Ein VfR-Spieler schloss umgehend und erfolgreich ab – 1:1 (61.). Zgela erarbeitete sich eine Großchance, jedoch zischte das Spielgerät nach seiner Einzelaktion am langen Eck vorbei. Nach guter Vorarbeit bot sich dem VfR ebenfalls eine aussichtsreiche Möglichkeit, der wuchtig geschossene Ball flog allerdings klar über den Kasten. Dafür zappelte das Leder bei der nächsten Chance im Netz. Das Abwehrverhalten der „Kroaten“ erneut zu zaghaft, die Gäste bestraften dies mit einem strammen Schuss ins lange Eck – 1:2. Sinnersdorf hatte die Partie gedreht (67.). Ein Abschluss von Marko Dzelalija, der leicht abgefälscht wurde, segelte deutlich über den Querbalken. Bei seiner nächsten vielversprechenden Möglichkeit jagte Zgela die Kugel ebenfalls über das Gehäuse. Der Gästekeeper wehrte einen Freistoß von Frankopan Bago nicht optimal ab, Zgela konnte daraus aber leider kein Kapital schlagen. In der 78. Minute gelang der Diamante-Elf dann doch der 2:2-Ausgleich. Zgela wurde im Strafraum von den Beinen geholt, der nach dem Rückstand in den Angriff beorderte Schiller verwandelte sicher – hoch und mittig. Serve zog aus der Ferne zügig ab, der Ball ging über das Tor. Winterscheid klärte weit vor seinem Kasten, während Schiller nach einem Gelastopoulos-Pass in die Tiefe am Torwart scheiterte. In der 86. Minute wehrte der Gästeschlussmann einen gut geschossenen Gelastopoulos-Ball wieder nach vorne ab, Schiller bedankte sich und traf aus kurzer Distanz zum vielumjubelten 3:2. Schließlich platzierte Gelastopoulos einen Freistoß noch über den Kasten.

Fußballerisch sahen die Zuschauer sicherlich keine Offenbarung, besonders mit der zweiten Halbzeit konnte man auf Croatia-Seite nicht zufrieden sein. Dass der HNK in einigen Situationen Glück hatte, ist unbestritten. Jedoch hätte eine konsequentere Verwertung der eigenen Möglichkeiten durchaus zur Entspannung des eigenen Lagers beitragen können. Nach dem zwischenzeitlichen Rückstand erwies sich die Positionierung von Allzweckwaffe Schiller in den Angriff auf alle Fälle als Volltreffer. Verbesserungspotential gibt es reichlich, angesichts der wochenlangen, stadtweiten Platzsperre, die gerade erst hinter sich gebracht wurde, stellt ein Sieg gegen eines der oberen Teams für den Anfang aber zweifellos ein sehr zufriedenstellendes Resultat dar.

Am kommenden Donnerstag empfangen die Diamante-Schützlinge um 19:30 Uhr den SV Fühlingen-Chorweiler zum Nachholspiel.

Aufstellung: 1 Winterscheid – 19 Soldan, 4 Jackschik, 10 Schiller, 8 Dzelalija – 23 Bago, 7 Gelastopoulos, 6 Serve (ab 90. + 3 5 Obsivac), 11 Zgela – 9 Kosic (ab 7. 50 Lovric), 33 Kroflin (ab 72. 13 Nevistic)

Tore: 1:0 Kosic (6.), 1:1 (61.), 1:2 (67.), 2:2, 3:2 Schiller (78., Foulelfmeter, 86.)

Gelbe Karten: Jackschik (47.), Bago (50.), Kroflin (69.), Dzelalija (74.) / VfR Sinnersdorf (21., 90. + 1)

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