Teammanagerbericht: HNK Croatia Köln

Autor: Manuel Herceg

24.04.2018

Croatia geht unter

Kreisliga C - Staffel 2 | Teammanagerbericht HNK Croatia Köln

Im Auswärtsspiel beim 1. FSV Köln 99 bleibt der HNK über 90 Minuten ohne Abschluss und somit ohne Torchance. Die Heimelf hat mit den „Kroaten“ keine Mühe und fertigt diese mit 5:0 (2:0) ab.


Das Gastspiel in Weidenpesch war der erste Auftritt nach dem Rücktritt von Trainer Marc Diamante vor wenigen Tagen. Bis ein Nachfolger feststeht, übernehmen Diamantes Vorgänger Kristijan Curak und Andrija Mihalj das Team, das aufgrund ständiger Ausfälle in einer Krise steckt. Die Begegnung mit der jungen Truppe vom FSV wurde wegen eines Gewitters erst mit etwas mehr als 45 Minuten Verspätung angepfiffen und zudem kurzerhand vom Rasen- auf einen der Aschenplätze gelegt.

Kurz nach Spielbeginn kam der FSV zur ersten guten Möglichkeit, die aber von HNK-Keeper Stephan Felsner entschärft wurde. Bei der nächsten Gelegenheit legte sich ein Angreifer die Kugel an Felsner vorbei, Marko Skvaric klärte den Schuss jedoch vor der Linie stark. Nachdem ein FSV-Abschluss klar über das Gehäuse flog, bewahrte Skvaric sein Team diesmal mit einer tollen Grätsche gegen den einschussbereiten Stürmer vor einem Rückstand. Nach 22 Minuten ließ die Heimelf ihre Chance nach einem guten Zuspiel allerdings nicht ungenutzt, Felsner war geschlagen – 1:0. Der Croatia-Schlussmann klärte dann beim Herauslaufen stark, ehe er in der 28. Minute wieder das Nachsehen hatte. Jozo Radmilo, in den vergangenen Spielen ein stabiler Eckpfeiler, unterlief im Zweikampf ein schwerer Ballverlust, den der Gegner mit dem 2:0 bestrafte. Ein harmloser Abschluss der Gastgeber ging am Kasten vorbei, zudem verpasste ein FSV-Akteur eine scharfe Flanke von der linken Seite.

Nach dem Seitenwechsel schossen die Hausherren zunächst deutlich am Tor vorbei. Danach näherten sie sich dem Torerfolg jedoch wieder, als ein leicht abgefälschter Schuss am Pfosten landete. In der 51. Minute bescherte dem FSV ein gut vorgetragener Angriff über die linke Seite das 3:0. Der Schütze verwertete dabei eine flache Hereingabe. In der 65. Minute folgte das 4:0. Einen Eckstoß köpfte die Heimelf genau in den rechten Giebel – ein schöner Treffer. Nach einer weiteren FSV-Ecke flog der Kopfball am Tor vorbei, anschließend wehrte Felsner die Kugel ab. Wieder segelte eine Ecke in den HNK-Strafraum, der FSV versenkte den Ball erneut im Netz, aber der Schiedsrichter pfiff ein Foulspiel an Felsner ab. Als wäre das Ergebnis nicht schon bitter genug, musste der HNK dann auch noch in doppelter Unterzahl weiterspielen. Darko Baricevic verließ den Platz etwa 15 Minuten nach seiner Einwechslung aufgrund einer Muskelverletzung wieder – bis dahin hatte man zweimal gewechselt, einen dritten Auswechselspieler gab es leider nicht. Ihm folgte Josip Zgela, der die Ampelkarte sah (77.). In der Zwischenzeit hatte der FSV über den Kasten geschossen. Standards erwiesen sich für die Weidenpescher als gutes Mittel, ein erneuter Eckball wurde unbedrängt über das Gehäuse geköpft. In der 83. Minute verwertete ein sträflich alleingelassener Angreifer eine Flanke per Direktabnahme zum 5:0. Einen „Hochkaräter“ setzte die Heimelf übers Tor. Nachdem der FSV nochmal drüber zielte, musste auch Tomislav Soldan verletzt runter. So standen nur noch acht „Kroaten“ auf dem Platz. Der Schiedsrichter pfiff das ungleiche Duell kurz darauf ab.

Vier Niederlagen in den letzten fünf Partien, insgesamt nur vier Punkte aus den letzten sechs Begegnungen. Diverse Gründe sind für den Croatia-Absturz verantwortlich. Es geht nur noch darum, die Saison bestmöglich über die Runden zu bringen.

Am nächsten Sonntag um 15 Uhr erwartet der HNK den SV Bergfried Leverkusen II.

Aufstellung: 1 Felsner – 13 Nevistic, 6 Radmilo, 17 Skvaric – 8 I. Steko, 10 Schiller (ab 60. 50 Baricevic), 3 Zgela – 19 Soldan, 9 Kosic, 11 M. Steko – 33 Kroflin (ab 46. 5 Obsivac)

Tore: 1:0 (22.), 2:0 (28.), 3:0 (51.), 4:0 (65.), 5:0 (83.)

Gelbe Karten: Zgela (50.), Schiller (58.), Skvaric (60.), Nevistic (71.) / 1. FSV Köln 99 (58., 79.)

Gelb-Rote Karte: Zgela (77.)

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