02.08.2016

Stadt Köln startet Kunstrasen-Offensive

Für den Ausbau weiterer Kunstrasenplätze greift die Stadt tief in die Tasche.

Eine Nachricht die wohl bei zahlreichen Verein für Jubel sorgen dürfte. Rund acht Millionen Euro will die Stadt in den Ausbau der Ascheplätze hin zu modernen Kunstrasenfeldern stecken. Bis 2018 soll dann auf 44 Fußballfeldern im Kreis Köln auf dem künstlichen Grün gekickt werden können.

Im Hinblick auf die gesundheitsfördernde und Integrierende Wirkung des Sports, hat die Stadt nun reagiert. „Die Bedeutung des Sports ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Über Familien, Generationen, Kulturen hinweg. Kunstrasenplätze sind für jeden Kölner“, hebt Stadtsprecherin Inge Schürmann die Bedeutung des Projektes gegenüber dem „Express“ hervor. „Ja, diese knapp acht Millionen Euro sind die höchste Summe, die die Sportverwaltung jemals für den Ausbau an Plätzen veranschlagt hat“, führt sie weiter aus. Die ersten 4,4 Millionen fließen noch in diesem Jahr.

Einer der ersten unterstützten Vereine ist der DJK Südwest. Mit 35 Mannschaften und über 750 aktiven Fußballern gehört der Klettenberger Verein zu einem der größten Fußballvereine in Köln. Der abgenutzte Ascheplatz am Militärring gehört zur Freude aller bald der Vergangenheit an. Bei Regen stand der Platz unter Wasser, im Sommer war es oft so trocken, dass man den Ball vor lauter Staub kaum noch sah. Viele Partien mussten abgesagt werden, sodass der Frust beim DJK und den Gegnern gleichermaßen groß war. Inzwischen sind die Bagger angerollt und die Umbaumaßnahmen befinden sich in vollem Gange. „Für uns ist das der größte Meilenstein in der fast 100-jährigen Vereinsgeschichte“, freut sich Vizegeschäftsführer Rainer Niedworok. Den Eigenanteil von rund 400.000 Euro stemmte der Klub durch Mitgliedsbeiträge und durch Spendenaktionen. Die restlichen 600.000 Euro gab die Stadt dazu. „Wir sind glücklich, wenn im Oktober das erste Training auf dem Kunstrasenplatz stattfindet“, blickt Niedworok optimistisch in die Zukunft.

Die aktuelle Prioritätenliste zur Platz-Modernisierung:

1. Wuppertaler Straße Mülheim (Germania Mülheim, Viktoria Buchheim)
2. Friedrich-Karl-Straße Nippes (SuS Nippes 12)
3. Kolkrabenweg Ehrenfeld (Schwarz-Weiß Köln)
4. Thurner Kamp Mülheim (Adler Dellbrück)
5. Humboldtstraße Porz (SpVg Porz, RSV Urbach, Prometheus)
6. Egonstraße Mülheim (TuS Stammheim)
7. Scheibenstraße Nippes (FSV Köln 99, Fatihspor)
8. Kendenicher Straße Rodenkirchen (Rot-Weiss Zollstock)
9. Lustheider Straße Kalk (SSV Vingst 05)
10. Everhardstraße Ehrenfeld (DSK Köln, Galanolefkos)
11. Martinusstraße Chorweiler (SV Auweiler-Esch)
12. BSA Bocklemünd (TFC Köln, HNK Croatia, GSK Galatasaray, Afrika FC)
13. Hardtgenbuscher Kirschweg Kalk (SC Köln 2000, 1. FC Union Köln)
14. Zaunhofstraße Rodenkirchen (SC Mechenich)
15. Fühlinger Weg Chorweiler (SC Weiler-Volkhoven)

Autor: Marcel Eichholz

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